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Operation Dädalus: Augen und Ohren am Boden

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Thomas Burgstaller und seine Soldaten sichern während des WEF den Luftraum über Vorarlberg.

Mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) erhöht auch das Bundesheer seine Präsenz im Westen Österreichs.

900 Mann im Einsatz

Hubschrauber sind in Vorarlberg ebenso im Einsatz wie mobile Radarstationen. Schließlich gilt es die Schweizer Armee bei der Sicherung des Gipfels in Grenznähe zu unterstützen. Federführend ist dabei Oberstleutnant Thomas Burgstaller vom Radarbataillon des Bundesheers.

"Insgesamt haben die österreichischen Luftstreitkräfte zirka 900 Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzraum gebracht", gibt der Kommandant in Vorarlberg LIVE einen Einblick. Ihm allein sind 400 Soldaten untergeordnet, unterstützt werden diese vom Fliegerabwehrbataillon aus Zeltweg.

Luftraumsicherung am Flugplatz bei Hohenems mit Tiefflieger-Erfassungsradar und Black Hawk-Hubschrauber (C) Stiplovsek

In die Weite und Höhe blickt im übertragenen Sinne das ortsfeste Radar im Salzkammergut, nicht nur während dem WEF. Die Topografie erschwert diesem Radar jedoch den Blick in manche Talschaften in Tirol und Vorarlberg. Hier kommen Burgstallers Soldaten zum Einsatz, um das Gesamtbild zu ergänzen. "Das geht von Flugmeldern, die einfach schauen und melden, bis zu hochqualifizierten Sensoren", erklärt der Offizier. Diese gelten im Bundesheer als passive Teile der Luftraumüberwachung und sind rund um die Uhr im Einsatz.

Im Zweifel kommen die aktiven Bestandteile zum Einsatz, vom Hubschrauber bis zum Eurofighter. Damit diese je nach Situation genug Zeit haben zu reagieren, müssen diese vom Personal am Boden früh genug bemerkt werden. Um diese Zeit zusätzlich kurz zu halten, sind die Fluggeräte nach Möglichkeit auf Patrouille im Tiroler und Vorarlberger Luftraum.

Die Vorbereitungen dauern etwa ein Dreivierteljahr, um die notwendigen Abklärungen zu treffen. Dies reicht von der Unterbringung der Soldaten bis zur Einholung der Aufstellgenehmigungen für das Gerät. Während Berufssoldaten vor allem die Technik bedienen, sind Grundwehrdiener für die Sicherung verantwortlich. Bislang gab es keine bedenklichen Zwischenfälle, versichert Burgstaller.

Die ganze Sendung zum Nachsehen

(VN/VOL.AT)

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