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Opel-Belegschaft will wieder arbeiten

Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werks will nach siebentägigem Ausstand die Arbeit wieder aufnehmen. Die Arbeitnehmer reagierten damit auf Fortschritte in den Gesprächen von Gesamtbetriebsrat und Management.

Diese hatten sich darauf verständigt, dass das Bochumer Werk langfristig erhalten werden soll, wenn es wettbewerbsfähig sei.

Ein Sprecher des Betriebsrates sagte am Mittwoch, mehr als zwei Drittel der Stimmen seien für weitere Verhandlungen mit dem Management und eine Wiederaufnahme der Arbeit abgegeben worden. Der Betriebsrat habe damit den Auftrag, weiter über die Sparpläne des US-Mutterkonzerns General Motors(GM) mit dem Opel-Vorstand zu verhandeln. Jetzt lägen schwierige Verhandlungen vor den Arbeitnehmervertretern, sagte Betriebsratschef Dietmar Hahn. Nach der Betriebsversammlung, spätestens aber um 15.00 Uhr, soll die Produktion wieder laufen. Erneute Arbeitsniederlegungen sind aber nicht ausgeschlossen. Bei Opel und GM war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Einige Mitarbeiter reagierten allerdings erbost auf das Ergebnis der Abstimmung, weil bei einem ’Nein’ auch weitere Verhandlungen abgelehnt worden wären. Kritisiert wurde, dass die Abstimmungsfrage „Soll der Betriebsrat die Verhandlungen weiter führen und die Arbeit wieder aufgenommen werden? Ja oder Nein?“ das Abstimmungsergebnis vorweg genommen habe. Vertreter der IG Metall und des Betriebsrat hatten vor Beginn der Abstimmung die Belegschaft Teilnehmerkreisen zufolge indirekt aufgefordert, ihren Ausstand zu beenden.

Ein Mitglied des Betriebsrates sagte, bei Opel müssten nun endlich Verträge auf den Tisch, die jeder Arbeitnehmer verstehen könne. Sonst gebe es die Möglichkeit, erneut die Arbeit niederzulegen. Die Opel-Mitarbeiter in Bochum haben seit der Bekanntgabe der drastischen GM-Sparpläne am vergangenen Donnerstag nicht mehr gearbeitet.

Von der Produktion in Bochum sind andere Standorte in Europa abhängig. Am Nachmittag sollte die Herstellung des Astra im britischen Standort Ellesmere Port unterbrochen werden, weil für die Fertigung notwendige Teile aus Bochum fehlten. Die Werke in Rüsselsheim und Antwerpen in Belgien hatten bereits am Dienstag ihre Produktion unterbrochen.

GM macht in Europa seit 1999 Verluste und will zur Sanierung 12.000 Stellen streichen, die meisten davon in Deutschland.

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