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OPEC-Chef rechnet mit Quotenerhöhung

Angesichts der drohenden Gefahr durch den Tropensturm "Rita" im Golf von Mexiko und damit weiter steigender Ölpreise wird die OPEC ihre Förderquoten voraussichtlich um bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag anheben.

OPEC-Präsident Ahmed Fahd el Sabah sagte am Dienstag am Rande der OPEC-Konferenz in Wien, er rechne damit, dass sich „die meisten Mitglieder“ des Kartells angesichts der neuen Entwicklung für diesen Schritt aussprechen werden. „Wegen des neuen Hurrikans werden alle bereit sein, dem Markt zu helfen.“

Am Montag hatte sich eine Mehrheit der Minister in Wien zunächst darauf verständigt, die Förderquote von bisher 28 Mio. Barrel (je 159 Liter) täglich „im Bedarfsfall“ künftig um bis zu 2 Mio. Barrel zu steigern. Damit wäre die zur Zeit vorhandene Förderkapazität des Kartells dann vollständig ausgeschöpft.

Wegen des Tropensturms „Rita“ ist der US-Ölpreis zu Wochenbeginn über die Marke von 67 Dollar gestiegen. Ende August hatte der Hurrikan „Katrina“ zahlreiche Förderanlagen und Raffinerien verwüstet und den Ölpreis auf das Rekordhoch von 70,85 Dollar getrieben. Vor Beginn der Wiener Konferenz hatten OPEC-Minister bekräftigt, dass der Markt ausreichend mit Öl versorgt sei. Engpässe bestünden lediglich im Bereich der Weiterverarbeitung durch die Raffinerien. Als „Geste“ plante die Konferenz lediglich eine Quotenerhöhung um 500.000 Barrel.

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