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Opa mit dem Rauschebart

©VN/Klaus Hartinger
Wolfurt - Bei Andreas Wörz sorgt die Nikolaus-Rolle auch nach zehn Jahren noch für Kribbeln.

Seine Erinnerungen an den ersten Nikolausbesuch sind nicht eben gut. Andreas Wörz weiß noch, dass „der Krampus die Kette auf den Tisch knallte und wir daraufhin alle unter dem Tisch verschwunden sind“. Heutzutage treten Nikolaus und sein Knecht Ruprecht freundlicher auf. Was sie zu gerngesehen Gästen in vielen Haushalten macht. Auch Andreas Wörz rüstet sich wieder für seinen großen Auftritt am Freitag. Selbst nach zehn Jahren mit Bischofsstab und Rauschebart freut sich der Wolfurter auf diesen Abend. „Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man das Staunen der Kinder sieht“, sagt er. Dabei kam der Beamte zum Nikolaus fast wie „die Jungfrau zum Kind“. Er saß mit seiner Gattin beim Abendessen im Gasthaus, als er darauf angesprochen wurde. „Ein Nikolaus war mit Handbruch ausgefallen“, erzählt Andreas Wörz. Der ließ sich nicht lange bitten und sagte zu. Dass der ihm zugeteilte Knecht Ruprecht ein guter Kollege von früher war, machte die Sache noch lustiger und die Entscheidung, auch im nächsten Jahr als Nikolaus zu gehen, einfacher. „Wir sind wirklich ein gutes Team“, bekräftigt Wörz. Man versteht sich auch ohne Worte. Ein Blick oder eine kleine Geste genügt, und der andere weiß, was zu tun ist. In Wolfurt koordiniert die Ortsstelle des Familienverbandes die Nikolausbesuche. Zehn Paare wird Monika Waibel am Freitag auf den Weg schicken. Andreas Wörz bekommt 10 bis 15 Haushalte zugeteilt. Und trotz langjähriger Erfahrung ist da immer noch ein Kribbeln, wenn er vor der ersten Haustüre steht. Danach geht es ohne Lampenfieber. „Wenn die ganze Familie am Tisch sitzt, Kerzen brennen und die Kinder musizieren“, dann gerät der Nikolaus ins Schwärmen und spricht „vom Schönsten, das es gibt.“

Besuch bei den Enkeln

Andreas Wörz besucht auch seine eigenen Enkelkinder. Noch wissen sie nicht, dass die Respektsperson, die da mit dem goldenen Buch vor ihnen steht, der Opa ist. „Dafür sind sie noch zu klein“, meint Wörz. Und findet das gut so. Denn groß und wissend werden sie früh genug. Nach getaner Arbeit treffen sich Nikoläuse und ihre Begleiter traditionsgemäß zu einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim. „So hat an diesem Abend jeder seine Freuden“, sagt der Nikolaus.

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