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OÖ. FP-Klubobmann war mit gesuchter Internet-Faschistin "befreundet"

Steinkellner-Rechtfertigung: "Ich kenne diese Frau und ihre Gesinnung nicht"
Steinkellner-Rechtfertigung: "Ich kenne diese Frau und ihre Gesinnung nicht" ©Facebook
Der FPÖ-Klubobmann im Oberösterreichischen Landtag Günther Steinkellner hatte eine von der Justiz wegen ihrer faschistischen Postings gesuchte Internet-Freundin.

Das berichtete die Tageszeitung “Kurier” (Donnerstag-Ausgabe). Nach ihrem Hinweis hat er sie von seiner Freundesliste im Facebook gestrichen.

Juden als “perverses Drecksvolk” beschimpft

Laut Zeitung fahnden seit August 2012 Verfassungsschützer und Justiz bisher ohne Ergebnis nach der Frau, die in ihren Postings im Internet Juden als “perverses Drecksvolk”, “Judenpack” und “jüdische Kinderblutsauger” bezeichnet. Muslime sind für sie “Islamdreck”, “Parasiten” und “Inzuchtdebile” und sie ruft zu deren Tötung auf: “Ausrotten !!! – Viehwaggons und Ab !!!”. Mit der Zusatzbemerkung, dass es dafür nur One-Way-Tickets gebe und “Anlagen in Polen” (Vernichtungslager, Anm.) zu aktivieren seien. Obendrein bewirbt sie unter anderem das Hitler-Buch “Mein Kampf”.

Nach Hinweis von Facebook-Liste entfernt

Von der Zeitung damit konfrontiert, entfernte Steinkellner die Frau am Mittwoch von seiner Freundesliste. Seine Rechtfertigung: “Ich kenne diese Frau und ihre Gesinnung nicht – ihr Profil hab’ ich mir nie angesehen.” Er habe 1.300 Facebook-Freunde und nicht die Zeit, jeden zu überprüfen. “Es war nicht meine Absicht, eine derartige Freundin zu haben. An solche Sachen will ich nicht einmal anstreifen.” (APA)

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