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Online-Medium belohnt Abonnenten mit Waffen

Waffenverzicht? Nicht beim Daily Caller
Waffenverzicht? Nicht beim Daily Caller ©SXC
Das konservative US-Online-Medium Daily Caller versucht mit der Verlosung von Handfeuerwaffen neue Kunden zu gewinnen.

Das berichtete die Huffington Post. Bis zur Präsidentenwahl am 6. November wird unter den neuen E-Mail-Abonnenten jede Woche eine Pistole verlost, auf deren Lauf die Bill of Rights eingraviert ist. Die Waffen werden von FMK Firearms produziert. Das Angebot richtet sich laut den Betreibern der Nachrichten-Seite vor allem an Leser aus ländlichen Gebieten.

“Das Waffenrecht ist in den USA großteils Angelegenheit der Counties. Von extrem restriktiven Regelungen etwa in New York und Los Angeles bis zu einer Verpflichtung zum Erwerb von Waffen in einer Kleinstadt des Mittleren Westens ist alles zu finden. Mit Europa ist die Situation nicht zu vergleichen, da die kulturelle und geschichtliche Entwicklung ganz anders verlaufen ist”, sagt Frank Göpper vom Forum Waffenrecht e.V., einer Interessensvertretungs-Organisation der legalen deutschen Waffenbesitzer, gegenüber pressetext.

Tradition Waffenbesitz

In den USA ist Waffenbesitz kulturell tief verankert. In einem Land, das seine Freiheit mit Waffengewalt erkämpft hat, ist das auch nicht weiter verwunderlich. In Europa muten Waffenverlosungen dagegen seltsam an. “Eine Verlosung von Waffen wäre in Deutschland rechtlich unmöglich, wenn jeder teilnahmeberechtigt ist. Bei einer Messe, vor zum Besitz von Waffen berechtigtem Fachpublikum, wurde aber auch hierzulande schon einmal eine Waffe verlost”, so Göpper. Der rechtliche Rahmen für Waffenbesitz ist hierzulande deutlich enger.

“Das derzeitige Waffenrecht in Deutschland sieht ein generelles Waffenverbot vor, aber mit Erlaubnisvorbehalt. Für Jäger, Sportschützen, Sammler und Personen mit erhöhtem Bedarf an Selbstschutz sowie im Sicherheitsgewerbe, gibt es Besitz- und auch Führerlaubnisse. Neben dem Bedürfnis sind auch die persönliche Zuverlässigkeit und Eignung Voraussetzungen bei der Erteilung einer Erlaubnis”, erklärt Göpper die rechtliche Lage in der Bundesrepublik. Mit dieser Situation ist selbst die Interessensvertretung der Waffenbesitzer großteils zufrieden, ein liberaleres Waffenrecht hat in Deutschland praktisch keine Lobby.

Keine Aufweichung

“Mit dem Status Quo können wir leben. Forderungen nach einem Totalverbot halten wir für falsch. Auf die 350.000 Jäger kann schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht verzichtet werden und manche Disziplinen im Schießsport erfordern einfach echte Waffen. Die legalen Waffen sind auch gar nicht das Problem. Verbrechen werden hauptsächlich mit illegalen Waffen verübt. In Deutschland gehen wir von rund zehn Mio. legalen und 20 Mio. illegalen Waffen aus. In der Mordstatistik spielen Waffen insgesamt eine untergeordnete Rolle. Mit Messern werden mehr Menschen getötet als mit allen anderen Tatmitteln – inklusive der Schusswaffe – zusammen”, stellt Göpper klar.

Eine Liberalisierung steht im Moment aber auch für die Lobby der Waffenbesitzer nicht zur Debatte. “Eine völlige Freigabe von Waffen streben wir keinesfalls an. Wir fordern ein funktionierendes und akzeptables Waffengesetz mit besonderem Augenmerk auf öffentliche Sicherheit”, sagt Göpper.

(pte Austria)

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