Online-Bankberatungen könnten persönliche Beratung bedrohen

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Die Digitalisierung des Bankensektors ist auch beim Kunden immer spürbarer: Apps werden zur Kommunikation mit den Beratern immer wichtiger - und könnten wohl bald das persönliche Gespräch ganz ablösen.

1:180 – so habe bereits 2016 das Verhältnis von Beratungsgesprächen zu Online-Kontakten an die Bankberater bei der Hypo Vorarlberg betragen, berichtete Hypo-Vorstand Johannes Hefel bei den “Top 100”, dem Wirtschaftspreis der Vorarlberger Nachrichten. Dieser Wert sei seitdem kaum gesunken und damit noch ein Grund, warum man die Digitalisierung stärker im Fokus halte.

Persönliche Beratung bedroht?

Die zunehmende Regulatorik trage ihr eigenes dazu bei. Mit der Vorgabe MiFID II verunmögliche man die persönliche Beratung für viele Kunden, betont Hefel. Gleichzeitig stelle sie eine Mehrbelastung sowohl für die Kunden wie auch Berater dar. Langfristig werde man – so warnt Hefel – die persönliche Beratung durch Spezialisten nur noch Unternehmen und Großanlegern zukommen lassen können.

Bankensprecher Wilfried Hopfner spricht durchaus von einer Revolution des Wertpapiergeschäfts durch MiFID II, so gravierend seien die Auswirkungen. Die Tendenz zur digitalen Beratung liege auch daran, dass diese von der Richtlinie anders bewertet wird als das persönliche Gespräch. Ein Ende der Beratungsgespräche sieht er jedoch nicht gegeben. (VOL.AT)

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