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OMV will Engagement in Kasachstan ausweiten

Der österreichische Mineralölkonzern OMV, der über seine rumänische Tochter Petrom in Kasachstan aktiv ist, will sein Engagement in dem rohstoffreichen zentralasiatischen Land ausweiten.

OMV-Vorstandschef Wolfgang Ruttenstorfer deponierte bei einem Gespräch mit dem kasachischen Energieminister Sauat Mynbaev das Vorhaben, verstärkt Investitionen zu tätigen, wie er Montagabend gegenüber der APA sagte. Die OMV solle nun entsprechende Projekte vorschlagen.

Ein weiteres Thema der Unterredung waren die regionalen Öl- und Gas-Pipelines – das europäische Gasprojekt Nabucco, die Öl-Pipeline von Baku nach Ceyhan und auch das Projekt “South Stream”. Nabucco laufe nach Plan, soweit man dies voraussagen könne, so Ruttenstorfer auf APA-Anfrage. Der Konflikt zwischen Georgien und Russland habe an der Planung “nichts geändert”.

Beim österreichisch-kasachischen Wirtschaftsforum hatte Ruttenstorfer zuvor den Schwerpunkt Kasachstan erläutert. Das rohstoffreiche Kasachstan deckt 20 Prozent der österreichischen Erdölimporte ab. “Wir verarbeiten 25 Millionen Tonnen Rohöl, fast fünf davon kommen aus Kasachstan.” Entsprechend groß sind die Investitionsmöglichkeiten. Die Tagesproduktion wurde von 3.000 auf 6.000 Fass verdoppelt, “in zwölf Monaten werden es 20.000 Barrel pro Tag sein, und wir wollen weit darüber hinausgehen”.

Die Finanzkrise “ist nicht hilfreich”, merkte der OMV-Chef an. Er erwähnte in diesem Zusammenhang den vom Golf-Emirat Abu Dhabi geschaffenen Investitionsfonds für Kasachstan, der die OMV “stimuliert”. Dieser Fonds des staatlichen OMV-Kernaktionärs IPIC (Abu Dhabi) werde die Investitionstätigkeit in Kasachstan erleichtern, meinte auch der General Manager von Petrom Kasachstan, Anton Baumgartner, im APA-Gespräch.

Laut Ruttenstorfer hat Österreich auf der Absatzseite “einiges zu bieten”. So führte er beim Wirtschaftsforum ins Treffen: “Bei Nabucco sind wir Konsortialführer”, man wolle auch in das Ceyhan-Raffinerieprojekt einsteigen, und die russische Gazprom habe die OMV zu einer Beteiligung am Projekt “South Stream” eingeladen. Die OMV sei bereits Marktführer auf zwei großen Märkten, die für Kasachstan von Interesse sind, resümierte Ruttenstorfer – in Rumänien mit der Tochter Petrom und in der Türkei bei der Tankstellenkette der Petrol Ofisi.

Baumgartner, der für die OMV die Petrom Kasachstan mit Sitz in Almaty managt, unterstrich nach dem Treffen mit dem Energieminister gegenüber der APA: “Wir nehmen unsere corporate responsibility sehr ernst.” In Kasachstan investiere die OMV in die Infrastruktur, den Gesundheitssektor und technische Ausbildung. So sponsert die OMV im Rahmen einer Kooperation mit einem Technical College 20 Stipendien. “Das ist eine Win-win-Situation, wir bekommen davon gute Leute”, so der Manager, der für die OMV zuvor lange in Pakistan stationiert war.

Während die österreichische Wirtschaftsmission in Astana weilte, ging es in den kasachischen Führungsetagen rund, was auch das Terminprogramm der Delegation einigermaßen verkomplizierte. So wurde die staatliche Öl- und Gas-Holding Samruk, die auch Eisenbahn- und Technologiefirmen integriert, mit dem Investment-Fonds Kasun zusammengelegt.

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