Omikron: Was tun, wenn man positiv ist?

Wie muss man sich verhalten, wenn man selbst oder eine Person im Haushalt oder bei der Arbeit positiv ist?

Wenn der Selbsttest als positiv bestätigt wird, ist es am besten sich bei seinem Hausarzt zu erkundigen und einen PCR-Test zu machen.

1. Meldepflicht?

Alle positiven Tests sind meldepflichtig, dafür gibt es die Hotline der "AGES" 0800 555 621. Diese ist täglich von 0 bis 24 Uhr erreichbar.

2. Omikron und Antigen-Tests?

Das verhexte an der Omikron-Variante ist, dass das Virus bei vielen Antigentests nicht anschlägt. Aus diesem Grund gibt es die Empfehlung bei Symptomen oder Verdacht sofort beide Tests zu machen.


©APA/ROLAND SCHLAGER

3. Was ist mit der Quarantäne?

Die Quarantänepflicht ist von 14 auf 10 Tage verkürzt worden. Jedoch kann man sich nach dem fünften Tag freitesten. Für geimpfte Personen mit Booster gilt dasselbe, sie müssen ebenfalls in Quarantäne, wenn ein positiver Nachweis vorliegt. Solange ein negativer Test bei einer geimpften oder genesenen Kontaktperson besteht, passiert erstmal nichts.

4. Wer gilt alles als Kontaktperson?

Anders als der Corona-Mutant Delta breitet sich Omikron schneller aus. Da sich die Viren durch die Tröpfcheninfektion verbreiten, sprich in der Luft. Man könnte es mit einem Parfümduft, der hin der Atmosphäre hängen bleibt, obwohl die Person schon gegangen ist, vergleichen. Daher wird jeder als Kontaktperson eingestuft, mit dem man länger als 10 Minuten in einem Raum war oder 10 Minuten nach ihm in den Raum eingetreten ist. Dasselbe gilt für den Außenbereich. Generell sollte man im Falle, dass man positiv ist, alle Kontakte, die man in den letzten 48 Stunden hatte, benachrichtigen.

5. Wie sieht der Krankheitsverlauf aus?

Es ist unterschiedlich. Genauso wie jeder Mensch. Obwohl man hinzufügen muss, dass dank der Impfung, der Verlauf bei den meisten Leuten keine üble Wendung nimmt. Daher müssen weniger Patienten mit Omikron ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Symptome sind größtenteils mild und breitgefächert. Geschmacks- und Geruchsverlust treffen auf diese Virusvariante, wie bisher, nicht zu. Stattdessen sind es eher grippeähnliche Symptome wie Niesen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten und leichtes Fieber. Es gibt also kein 0815 Rezept, das man verschreibt, sondern man wird ganz einfach symptomatisch behandelt.

6. Bekomme ich mein Gehalt auch in der Quarantäne?

Ihr könnt aufatmen, ja. Durch den sogenannten Absonderungsbescheid, den euer Chef stellen muss, seid ihr sozusagen abgesichert. Die Entgeltfortzahlung ist zu leisten während der Dauer der Absonderung, beziehungsweise Quarantäne. Das heißt, euer Arbeitgeber wird das Geld bekommen, das er euch zahlen muss.

7. Wie soll ich mich verhalten?

Da Omikron viel ansteckender ist, gilt in der Regel Isolierung. Man sollte sich vom Rest des Haushaltes isolieren, um eine weitere Infektion zu vermeiden. Hände waschen und desinfizieren, Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen und unbedingt oft lüften!

8. Darf ich Sport machen und/oder Alkohol trinken?

Mediziner raten von körperlicher Anstrengung ab, lieber ein paar Tage auf Sport verzichten und seinen Körper ausruhen lassen. Auch was Alkoholkonsum betrifft sollte man eher vorsichtig sein und nicht übertreiben, erst recht wenn man Medikamente zu sich nimmt.

9. Ein Funken Hoffnung

Omikron macht uns einen Strich durch die Rechnung. Eine "milde Durchseuchung" werden wir wohl nicht verhindern können. Davon gehen auch schon viele Experten aus. Einen Funken Hoffnung gibt uns ein Blick nach Südafrika, wo Omikron erstmals im November nachgewiesen wurde. Die Zahlen dort gehen wieder zurück. Bei uns sollen sie jedoch steigen, wovon Experten aktuell ausgehen: Es wird höchst wahrscheinlich den überwiegenden Teil der Gesellschaft treffen.

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