Omikron jetzt auch in Österreich dominant!

Bisher mehr als 6.700 Nachweise der ansteckenderen Variante
Bisher mehr als 6.700 Nachweise der ansteckenderen Variante ©APA | Unsplash
Die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus hat zum Ende des Jahres 2021 Delta als vorherrschende Mutation in Österreich abgelöst.
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In der Kalenderwoche 52 wurden 2.915 Delta- und 4.360 Omikron-Fälle nachgewiesen, geht aus einer Aktualisierung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) von Montag hervor. In der Woche davor war Delta noch mit 5.953 zu 1.905 Nachweisen deutlich dominanter gewesen. Insgesamt gab es bisher 6.768 bestätigte Omikron-Fälle.

Daten noch ungenau

Für die Kalenderwoche 52 sind noch Nachmeldungen zu erwarten, betonte die AGES auf ihrer Internetseite. Zudem handelt es sich bei den Sequenzierungen vor allem außerhalb von Wien nur um Stichproben. In der Kalenderwoche 47 waren erstmals zehn Omikron-Fälle in Österreich bestätigt worden, bei gleichzeitig 12.681 Delta-Nachweisen. Nur fünf Wochen später ist das Verhältnis zugunsten der ansteckenderen Mutation gedreht.

Das Vorjahr wurde jedoch insgesamt von Delta dominiert, 242.874 Nachweise gab es von dieser Variante. 120.174 bestätigte Fälle waren es bei Alpha, 915 von Beta und 96 von Gamma und eben in den letzten sechs Wochen des Jahres 2021 allein 6.768 Omikron-Nachweise.

Omikron-Zahlen aus den Bundesländern

Die meisten Omikron-Fälle wurden bisher mit 3.766 insgesamt in Wien detektiert, das allerdings am genauesten analysiert. In der Bundeshauptstadt wird bei der Testauswertung von "Alles gurgelt" auf die Varianten vorsequenziert. 801 Nachweise gab es in Salzburg, 667 in Nieder- und 618 in Oberösterreich. Tirol und Vorarlberg folgen mit 234 bzw. 216 Fällen, 161 sind es im Burgenland, 160 in Kärnten und 145 in der Steiermark.

Die Omikron-Variante wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der hohen Anzahl von S-Gen-Mutationen als besorgniserregende Variante eingestuft. Sie ist die am stärksten abweichende Variante, die während der Pandemie bisher in signifikanter Zahl nachgewiesen wurde. Sie dürfte nach den bisherigen wissenschaftlichen Daten mit einer erhöhten Übertragbarkeit, einer erheblichen Verringerung der Wirksamkeit des Impfstoffs und einem erhöhten Risiko für Reinfektionen verbunden sein.

Zahl der Neuinfektionen steigt

Die deutlich infektiösere Omikron-Variante breitet sich in Österreich weiter aus und lässt auch insgesamt die Fallzahlen weiter ansteigen. Am Montag meldeten die Ministerien - bei deutlich geringeren Testzahlen - 3.319 Neuinfektionen. Insgesamt lagen zu Wochenbeginn wieder 1.017 Covid-Patientinnen und -Patienten in den heimischen Spitälern - nur am Sonntag waren es mit 973 weniger als 1.000 gewesen. Seither wurden 44 weitere Infizierte aufgenommen.

Dreistellig war die Zahl der Patienten zuletzt am 21. Oktober mit 968 gewesen. Auf Intensivstationen mussten zu Wochenbeginn 320 Schwerkranke behandelt werden, um fünf weniger als am Sonntag. In der vergangenen Woche war die Zahl der Infizierten in intensivmedizinischer Betreuung um 63 zurückgegangen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 254,4 pro 100.000 Einwohner an. Österreichweit gab es bereits wieder 34.330 bestätigte aktive Fälle, um 1.483 mehr als am Vortag. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.288.829 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 1.240.740 Personen.

Tirol negativer Spitzenreiter

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Tirol mit 480,6, gefolgt von Salzburg, Wien und Vorarlberg (364,2, 326,1 bzw. 280,8). Dahinter reihen sich Niederösterreich (202,4), Oberösterreich (187,6), Kärnten (177,9), die Steiermark (158) und das Burgenland (150,7).

Seit Sonntag kamen mit 871 Neuinfektionen die meisten in Wien hinzu, Tirol meldete 714 neue Fälle, Niederösterreich 516, Oberösterreich 351 und Salzburg 303. In der Steiermark gab es 255 weitere Infizierte, in Vorarlberg 180, in Kärnten 73 und im Burgenland 56.

Derzeit täglich rund 16 Todesopfer

In den vergangenen 24 Stunden wurden außerdem sieben weitere Todesopfer gemeldet, im Sieben-Tages-Schnitt waren es täglich 15,6. In der vergangenen Woche starben 109 Menschen an den Folgen einer Infektion. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 13.759 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 154 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Am Montag zeigte sich wieder deutlich, dass in Österreich an Wochenenden und Feiertagen deutlich weniger getestet bzw. ausgewertet wird. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften deutlich höher sein. So wurden in den vergangenen 24 Stunden nur 194.889 aussagekräftige PCR-Tests ausgewertet, von ihnen fielen 1,7 Prozent positiv aus. Zum Vergleich: Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 550.552 PCR-Tests analysiert, die Positiv-Quote betrug durchschnittlich 0,6 Prozent. Dennoch lagen die 3.319 Neuinfektionen über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier waren täglich 3.247 neue Fälle registriert worden.

Vor genau einer Woche - am 27. Jänner - waren in Österreich noch 1.550 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch damals waren nur halb so viele PCR-Tests wie im Wochenschnitt ausgewertet worden.

70,8 Prozent mit gültigem Impfschutz

Auch geimpft wurde am Sonntag weniger als unter der Woche. Österreichweit wurden gestern 18.093 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.618.314 Menschen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Genau 6.328.293 Menschen und somit 70,8 Prozent der Österreicher verfügten mit Stand Sonntag über einen gültigen Impfschutz. Ab heute, Montag, verlieren die Impfnachweise der einmaligen Janssen Impfung (Johnson & Johnson) ihre Gültigkeit. In der Statistik wird das ab Dienstag abgebildet. Rund 75.000 Menschen haben nach einer Johnson-Immunisierung noch keine weitere Impfung in Anspruch genommen.

Von den 18.093 Impfungen am Sonntag waren 1.640 Erststiche, das sind 9,06 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 22.029 Erstimpfungen durchgeführt. 8.541 Drittstiche am Sonntag waren 47,21 Prozent aller durchgeführten Impfungen. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 129.500 Drittstiche verabreicht.

Oberösterreich weiter Impf-Schlusslicht

Die Impfraten nach Altersgruppen: Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen haben 67,3 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 71,6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 75 Prozent. 77,2 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 84,2 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 87,6 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,2 Prozent und die Gruppe 85plus 84,6 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre werden 6,7 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 76,3 Prozent. In Niederösterreich haben 72,6 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,6 Prozent. Nach Wien (70,1), Tirol (69,7), Vorarlberg (68), Salzburg (67,5) und Kärnten (67,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 66,4 Prozent.

(APA)

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