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Olympischer Fackellauf in Hongkong

Der Olympische Fackellauf ist in China angekommen. Mehrere zehntausend Menschen jubelten am Freitag 120 Läufern zu, die das Feuer acht Stunden durch Hongkong trugen. Der Jubel der Zuschauer übertönte einzelne Gegen-Demonstranten, die von Nationalisten als "Verräter" und "psychisch krank" beschimpft wurden. Medienberichten zufolge wurden mehrere Protestierende festgenommen.

“Glaubt ihr, das ist hier Paris?” riefen nationalistisch gesinnte Zuschauer einer kleinen Gruppe von Anhängern der Demokratiebewegung zu – in Anspielung an die massiven Störungen des Fackellaufs in der französischen Hauptstadt. Die mit zahlreichen roten China-Fahnen erschienene Menge bedrängte auch Polizisten, die eine einzelne Demonstrantin mit einer Tibet-Fahne in Schutz nahm. Die Behörden waren wegen ihres harten Vorgehens gegen potenzielle Demonstranten kritisiert worden. Viele Aktivisten wurden erst gar nicht in die Stadt gelassen.

Trotz der Spannungen am Straßenrand verlief der eigentliche Fackellauf ungestört. Den Start des Laufs verfolgten 52.000 Schaulustige. Rund 3.000 Polizisten sorgten auf der Strecke für Sicherheit. Zum Auftakt der Zeremonie wies der Verwaltungschef von Hongkong, Donald Tsang, auf die besonderen politischen Freiheitsrechte in der Sonderverwaltungszone hin.

In der Nähe des Regierungsgebäudes protestierte die US-Schauspielerin Mia Farrow mit der Nachbildung einer Fackel gegen die chinesische Unterstützung für die Regierung des Sudans. Die Regierung in Peking müsse den Sudan dazu bewegen, die Angriffe auf die Bevölkerung in der Region Darfur einzustellen, forderte Farrow vor dem Klub der Auslandspresse. Sie unterstütze einen Boykott der Eröffnungsfeier, lehne einen Boykott der Olympischen Spiele insgesamt aber ab, sagte Farrow.

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