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Olympiade der Tiere

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Im Vergleich zu den sportlichen Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer olympischen Goldmedaille der menschlichen Wettkämpfer.

Wenn im August die Olympischen Sommerspiele in Peking starten, wartet die Welt auch wieder gespannt auf neue Rekorde. Doch im Vergleich zu den sportlichen Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer Goldmedaille: So stürzen Wanderfalken mit 230 km/h durch die Lüfte, Pottwale tauchen bis zu 2.500 Meter tief und ein Nashornkäfer kann das 850-fache seines eigenen Körpergewichts stemmen, berichtete die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) am Freitag.

Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt ist mit 9,72 Sekunden derzeitiger Rekordhalter auf 100 Metern, was in etwa einer Geschwindigkeit von 37 km/h entspricht. Der Gepard hingegen schafft 103 km/h auf einer 200-Meter-Rennstrecke. Das Höchsttempo eines Wanderfalken liegt bei 230 km/h, so der WWF. Im Wasser hält der indopazifische Fächerfisch mit 110 km/h den Rekord. Zum Vergleich: Die besten menschlichen Schwimmer schaffen rund 7 km/h.

Weltmeister im Gewichtheben sind die Nashornkäfer: Die Vertreter der Gattung Scarabaeidae können das 850-fache des eigenen Gewichts tragen. Eine Ameise schafft das 50-fache ihres Körpergewichts. Ein Gorilla stemmt immerhin 900 Kilogramm. Im Springen macht dem australischen Riesenkänguru niemand etwas vor: Das Beuteltier hüpft bis zu 13,5 Meter weit und über drei Meter hoch. In Vergleich zu seiner geringen Körpergröße ist der Floh der “Champ”: Mit seinen 2,5 Millimetern Körpergröße schafft er beachtliche 50 Zentimeter.

Antarktische See-Elefanten können zwei Stunden lang die Luft anhalten und bis zu 1.800 Metern tief tauchen. Der Pottwal ist in Tiefen von über 2.000 Metern unterwegs, manche Quellen berichten sogar von 2.500 Metern. Die Olympiade der Langsamkeit gewinnt das südamerikanische Faultier: Wenn es sich sehr beeilt, legt es in einer Minute fünf Meter zurück – an guten Tagen. Doch die haben beim Faultier nur etwa vier Stunden, denn ganze zwanzig Stunden pro Tag schläft es. Und zum Verdauen braucht das Faultier laut WWF einen ganzen Monat.

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