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Olympia-Gymnastin Weber mit Goisern und Dirndl im Gepäck zur EM

Caroline Weber bei den Vorarlberger Meisterschaften
Caroline Weber bei den Vorarlberger Meisterschaften ©VOL.AT
Caroline Weber überlässt bei ihren zweiten Olympischen Spielen nichts dem Zufall. Die Rhythmische Gymnastin hat für alle vier Geräte neue Übungen choreographiert und neue Musik gewählt, dabei setzt die Vorarlbergerin in London auf den "Heimvorteil".
Caroline Weber bei den Vorarlberger Meisterschaften

Zu den Klängen des Radetzkymarsches und Hubert von Goisern will sie ihre Verbundenheit mit Österreich präsentieren und damit punkten. Optisch unterstützt durch das Tragen eines Dirndlkleides. Bei den Europameisterschaften diese Woche in Nischnij Nowgorod hofft Weber, die am Donnerstag 26 Jahre wird, auf einen guten Testlauf.

15. Platz bei der WM

Vor vier Jahren in Peking hatte Weber den 17. Platz erreicht. Im vergangenen Jahr kam sie bei der WM in Montpellier auf den 15. Mehrkampf-Rang und sicherte sich so die abermalige Olympiateilnahme. Und damit begann auch die intensive Arbeit an den Küren mit Ball, Reifen, Band und Keulen. Unterstützt wurde sie dabei von Nationaltrainerin Lucia Egermann und der vielfachen bulgarischen Medaillengewinnerin Maria Petrowa, die zu Jahresbeginn in Wien an der Verfeinerung der Küren mitwirkte. Genau so wichtig wie die Auswahl der Elemente, die Körperbeherrschung und die Harmonie ist in der Gymnastik aber auch der Ausdruck.

“In Peking ist mir alles zu schnell und an mir vorbeigegangen. Ich habe es nicht richtig realisieren können. Dieses Mal will ich es mehr genießen und intensiver erleben. Und mir geht es vor allem auch darum, wie ich die Übungen präsentiere. Deshalb ist auch Hubert von Goisern dabei, das Dirndlkleid und der Radetzkymarsch, bei dem das Publikum voll mitgeht, wie ich bereits feststellen durfte. Ich will zeigen, was Österreich ist und was es kann”, erklärte Weber in Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. Zu Goiserns “Wildschütz Räp” zeigt sie ihre Ball-Darbietung, vom Künstler bekam sie eine speziell zugeschnittene Version.

EM als Formüberprüfung

Die EM in Russland ist für Weber eine ideale Formüberprüfung, sie will natürlich an zuvor gezeigte Leistungen anschließen. Im EM-Mehrkampf 2010 in Bremen erreichte sie als Neunte die beste Platzierung des Fachverbandes (ÖFT) überhaupt. 2011 in Minsk war sie mit dem Band in ihr erstes Gerätefinale gekommen und Achte geworden. Mit ihren starken Auftritten in Weißrussland hatte sie sich als Neunte auch wieder für den für heuer angesetzten EM-Mehrkampf, an dem nur 20 teilnehmen dürfen, qualifiziert.

“Es ist ein großer Wettkampf, vergleichbar mit einer WM. Da weiß man dann, wie man im Feld liegt. Es soll mir auch zeigen, was ich noch optimaler machen kann, denn bei Olympia muss alles passen”, weiß Weber. Rückmeldungen sind wichtig und zuletzt hat die Athletin jene der Kampfrichter auch gerne aufgegriffen. “Zur Band-Kür hatte ich das Original von ‘Toccata und Fuge” von Johann Sebastian Bach. Mir wurde nahegelegt, eine modernere Version zu nehmen. Doch das gefiel mir nicht und so wurde es der Radetzkymarsch. Das passt jetzt voll gut.”

Nach der EM und einer Woche mit lockerem Training beginnt die Vorbereitung auf den Grand Prix in Hard (Vorarlberg/28. Juni bis 1. Juli), danach geht es in die finale Vorbereitung auf die Sommerspiele.

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