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Ölpreis in London stellt Rekord ein

Ein Fass der meistgehandelten Nordseesorte Brent verteuerte sich bis am Abend auf 66,85 Dollar - das war ein Anstieg um mehr als einen Viertel Dollar gegenüber dem Schlusskurs von Freitag.

Damit ist der Ölpreis in London am Montag weiter gestiegen. Der bisherige Höchststand von 66,77 Dollar je Fass (159 Liter), den der Londoner Ölpreis am Freitag im Handelsverlauf erreicht hatte, wurde damit eingestellt.

Zuvor hatte der Londoner Ölpreis im Handelsverlauf zu Wochenbeginn leicht nachgegeben. In der vorigen Woche war der Ölpreis schon an fünf Tagen hintereinander auf Rekordstände geklettert.

An der New Yorker Warenterminbörse ging der Preis für ein Fass US-Leichtöl am Montag (bis 18 Uhr) um 28 US-Cent auf 66,73 Dollar pro Barrel zurück. Dort hatte der Fasspreis im Computerhandel am Freitag im Handelsverlauf erstmals die 67 Dollar-Marke durchbrochen.

Händler sprachen nach dem jüngsten Höhenflug von überfälligen Korrekturen. Die Stimmung am Rohölmarkt spreche aber für weitere Kursgewinne. Die Nachfrage nach Rohöl bleibe robust. Zudem seien in den USA weiterhin Raffinerien von Ausfällen betroffen. Die US- Raffinerien laufen wegen der hohen Nachfrage bereits seit einiger Zeit an ihren Kapazitätsgrenzen.

Der Atom-Streit zwischen Iran mit dem Westen könnte den Ölpreis auf 80 Dollar je Barrel und mehr treiben, sagte der Energieexperte beim Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), Klaus Matthies, dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe).

Wie in Europa erreichten auch die Benzinpreise in den USA inmitten der Reisesaison ein Rekordhoch. Mit 2,413 Dollar je Gallone (3,8 Liter) – umgerechnet rund 0,51 Euro-Cent je Liter – sind sie im Vergleich zu Europa zwar noch vergleichsweise moderat, die amerikanischen Autos haben aber traditionell einen höheren Verbrauch. Mit dem Ende der US-Urlaubssaison Anfang September wird mit einer Entlastung des Benzin- und Ölmarktes gerechnet.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) näherte sich unterdessen der 60-Dollar-Marke. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien kostete das Barrel am Freitag 59,14 US-Dollar im vergleich zu 58,28 Dollar am Donnerstag. Der Preis für Rohöl der elf Mitgliedsländer liegt gewöhnlich um etwa sechs Dollar unter den qualitativ hochwertigeren Sorten aus der Nordsee oder dem Golf von Mexiko.

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