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Olmert schließt Angriff auf Iran nicht aus

Der israelische Ministerpräsident Olmert hat einen Militäreinsatz gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, sollten die UN-Resolutionen keinen Erfolg bringen.

In einem Interview mit dem Magazin „Focus“ bezeichnete Olmert die islamische Republik als eine Bedrohung für die internationale Gemeinschaft. Wenn der Iran die Resolutionen „weiterhin missachtet, können andere folgen“, sagte Olmert.

Auf die Frage, ob damit Militäraktionen gemeint seien, antwortete er: „Niemand schließt das aus. Vielleicht ist es nicht möglich, das gesamte Nuklear-Programm zu zerstören, aber es ist möglich, es so zu beschädigen, dass es um Jahre zurückgeworfen wird. Das ist technisch machbar. Es würde zehn Tage dauern und den Einsatz von tausend Tomahawk-Marschflugkörpern erfordern.“

Zugleich machte Olmert aber deutlich, dass man die Konsequenzen nicht außer Acht lassen dürfe. „Wir müssen uns auch fragen, ob nach einem militärischen Vorgehen nicht das ganze iranische Volk unser Feind wäre. Und würde eine solche Aktion nicht andere muslimische Nationen gegen uns aufbringen und so noch mehr Probleme schaffen?“ Im Augenblick habe man nicht die Absicht, den Iran anzugreifen.

Olmert widersprach dem Eindruck, er bringe der Friedensinitiative des saudischen Königs zu wenig Interesse entgegen. „Wir haben seine Vorschläge begrüßt. Sie stellen eine Wende dar. Früher versuchten die Saudis, anti-israelischer als alle anderen zu sein“, sagte Israels Regierungschef. Die Vorschläge könnten aber nur eine Basis sein, da Zweideutigkeiten geklärt werden müssten.

Als Beispiel nannte Olmert das angeführte Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr. „Was soll das bedeuten?“, fragte Olmert, „soll Israel als jüdischer Staat Selbstmord begehen?“.

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