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Ohrfeige für Japans Regierungskoalition

Japans Oppositionsführer Ichiro Ozawa hat trotz eines rauschenden Wahlsiegs über die konservative Regierung bei Teilwahlen am Sonntag auf Siegesfeiern verzichten müssen.

Die japanische Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe hat bei Teilwahlen eine schwere Niederlage erlitten. Abes Liberaldemokratische Partei (LDP) verlor verschiedenen Nachwahlbefragungen zufolge ihre Mehrheit im Oberhaus. Abe, dessen LDP im Unterhaus über eine Zweidrittelmehrheit verfügt, schloss nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens NHK einen Rücktritt dennoch aus.

Der 65-jährige Chef der Demokratischen Partei Ichiro Ozawa (DPJ) „muss sich auf Anraten seines Arztes erholen, weil er sich im Wahlkampf völlig verausgabt hat“, sagte Ozawas Stellvertreter Naoto Kan in einem Fernsehinterview. Dies werde „ein oder zwei Tage“ dauern.

Die DPJ hatte bei den Wahlen zu 121 von 242 Senatssitzen am Sonntag die Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer errungen. Ozawa gilt als gewiefter Stratege, hatte aber schon früher Herzprobleme. Er musste das Rauchen aufgeben und hält sich an eine strenge Diät.

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