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ÖFB-Team unterlag England

England wahrte am Samstag mit dem schmeichelhaften 1:0 (1:0) gegen die nach der Pause klar dominierenden Österreicher seine Chance auf den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für die Fußball-WM.

Dafür ist allerdings noch ein Heimsieg gegen Polen am Mittwoch Voraussetzung. Für das einzige Tor vor über 64.000 Zuschauern im Old Trafford-Stadion von Manchester sorgte Frank Lampard mit einem in der 25. Minute von Scharner an Owen verschuldeten Foulelfer.

Die Gastgeber mussten ab der 59. Minute auf ihren Kapitän David Beckham verzichten, der nach zwei Fouls an Ibertsberger innerhalb von zwei Minuten Gelb-Rot sah. Bei der größten österreichischen Chance traf Linz in der 57. Minute nur die Querlatte.

Englische Pressestimmen zu England – Österreich

Mit Erleichterung über die Fußball-WM-Qualifikation, aber mit heftiger Kritik und teilweise bösem Spott haben die englischen Sonntagszeitungen den 1:0-Sieg Englands gegen Österreich in Manchester kommentiert. Die Leistung der Startruppe von Sven-Göran Eriksson wird durchgehend als erschreckend schwach beurteilt, besondere Häme zieht Mittelfeldstar David Beckham auf sich.

„The Observer“: „Selbst die rosaroteste Brille konnte die Mängel nicht verbergen, die dazu führten, dass England gegen eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hatte, gerade noch ins Ziel stolperte. England hatte Glück, in Gruppe 6 zu spielen, die wohl die einfachste in Europa war. Aber harte Kämpfe gegen vermeintlich unterlegene Gegner wurden der Normalfall. Österreich war nicht entschlossen genug, die englischen Hoffnungen zu zerstören, aber sie haben es außerordentlich gut versucht. Auf jeden Fall zeigten sie erneut Englands Verwundbarkeit auf.“

„The Independent on Sunday“: „Obwohl dieser Sieg natürlich willkommen ist, bedeutet er nicht mehr als das ’Ende des Anfangs’. Die Aussicht, dass sich dieses Team mit Brasilien, Argentinien oder irgendeiner starken europäischen Mannschaft messen muss, ist nicht nur eine Herausforderung, sondern zur Zeit auch zutiefst beunruhigend. Das gestrige Spiel hat dazu nur beigetragen.“

„The Sunday Telegraph“: „England hatte Glück, dass sie es nur mit der begrenzten Gefahr Österreich zu tun hatten. Aber nach einer neuerlich unebenen Darbietung mussten die Engländer, selbst solange sie noch elf Mann am Feld hatten, für den eher sehr schmeichelhaften Elfmeter dankbar sein, den Frank Lampard zum Sieg verwandelte. Da Beckham wieder einmal ausgerastet ist, freuen wir uns schon, dass am Mittwoch der sanftmütige Wayne Rooney wieder spielen darf.“

„The Sunday Times“: „Nach Beckhams Ausschluss musste sich England damit begnügen, eine knappe Führung über die Zeit zu retten. Sie haben es geschafft – gerade eben. Allerdings besteht bei den gegenwärtigen, äußerst unsicheren Fortschritten äußerst wenig Grund für ehrlichen Optimismus für die WM. Selbst der beste Spindoktor der Welt würde sich sehr schwer tun, der gegenwärtigen Bilanz des englischen Teams einen strahlenden Schein zu verpassen.“

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