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Österreichs letzter Tag vor dem zweiten Lockdown

Der von der Regierung angekündigte "zweite Lockdown" dauert bis mindestens bis 30. November
Der von der Regierung angekündigte "zweite Lockdown" dauert bis mindestens bis 30. November ©APA
Der Montag, letzter Tag vor dem zweiten Lockdown in Österreich, stand bereits ganz im Bann der bevorstehenden Maßnahmen.
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Obwohl sich die Bevölkerung auf die Beschränkungen vorbereitete, blieben Hamsterkäufe wie noch im Frühjahr diesmal aus. Zudem wurde großteils Verständnis für die Maßnahmen signalisiert, da laut Experten nur dadurch Engpässe bei der medizinischen Versorgung vermieden werden könnten.

Ausgangsbeschränkungen

Der von der Regierung angekündigte "zweite Lockdown" dauert bis mindestens bis 30. November.

Vorgesehen sind etwa Ausgangsbeschränkungen zwischen 20.00 und 6.00 Uhr. In dieser Zeit darf man nur zu bestimmten Zwecken den Wohnbereich verlassen. Dies tritt bereits am Dienstag um 0.00 Uhr in Kraft. Neben den nächtlichen Ausgangsbeschränkungen dürfen sich nur mehr zwei Haushalte treffen, Garagen- und Gartenpartys sind auch verboten. Der gesamte Handel und Dienstleister wie Friseure bleiben diesmal offen.

Harter Schlag für Gastronomie und Kultur

Düster schaut es für Gastronomie sowie Freizeit- und Tourismuswirtschaft aus: Veranstaltungen werden mit Ausnahme des Profisports verboten. Auch Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder oder Fitnessstudios müssen schließen. Lokale dürfen nur noch Abhol- und Lieferdienste anbieten, Hotels keine Touristen, sondern nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Kindergärten, Volksschulen und Unterstufenklassen bleiben nun anders als im März geöffnet, die Oberstufe wechselt ebenso wie die Unis ins Distance Learning. Besuche in Krankenhäusern und in Alters-und Pflegeheimen werden limitiert.

Beim ersten Lockdown wurde der Dienst der Zivildiener und Grundwehrdiener verlängert und die Miliz einberufen, für die Polizei wurde eine Urlaubssperre erlassen. Diesmal ist man hier weniger alarmiert. Das Innen-, das Verteidigungs- und das Zivildienstministerium sind vorerst nicht im Krisenmodus, ergab ein Rundruf der APA. Man stehe aber zur Verfügung.

Geschäfte sollen um 19 Uhr schließen

Um 19 Uhr, eine Stunde vor Beginn der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, sollen während des Lockdowns die Geschäfte schließen. Auf eine entsprechende Öffnungszeitenregelung im Handel haben sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer am Montag geeinigt. Der Lockdown trifft erneut vor allem die Freizeitwirtschaft. Im Tourismus hofft man, dass die Infektionszahlen stark zurückgehen und damit eine halbwegs normale Wintersaison möglich wird.

Keine Hamsterkäufe

Wie sich am Einkaufsverhalten zeigt, gehen die Österreicher diesmal routinierter mit dem Ausnahmezustand um. So kam es im Gegensatz zum März zu keinen Hamsterkäufen. Für die Supermarktketten war der Samstag zwar ein starker Einkaufstag, aber nicht zu vergleichen mit dem Rekordtag am Freitag, den 13. März, kurz vor dem ersten Lockdown.

Der Arbeitsmarkt ist bereits vor Beginn des zweiten Lockdowns angespannt. Ende Oktober waren 423.750 Menschen ohne Job, ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Ökonomen schließen nicht mehr aus, dass die Zahl über den Winter auf über 500.000 steigt. Auch die Menschen in Kurzarbeit, insbesondere in der Gastronomie und Hotellerie, dürften wieder mehr werden.

Anschober und Experten schlugen Alarm

Angesichts einer dramatischen Zunahme von Covid-19-Fällen, die in den Spitälern intensivmedizinisch betreut werden müssen, haben Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und mehrere Experten am Montag Alarm geschlagen. Sie appellierten an die Bevölkerung, die mit Dienstag in Kraft tretenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beachten und im Alltag umzusetzen.

Binnen einer Woche - seit vergangenem Montag - war ein Anstieg um 62 Prozent bei den Covid-19-Patienten in den Spitälern zu verzeichnen. Auf den Intensivstationen machte das Plus sogar 78 Prozent aus, wie Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz im Gesundheitsministerium darlegte.

Am Montag befanden sich bei 4.135 Neuinfektionen binnen 24 Stunden 2.161 Patienten im Spital, um 213 mehr als am Sonntag. 336 Patienten bedurften intensivmedizinischer Betreuung - ein Zuwachs von 45 Personen gegenüber dem Vortag.

Sollte diese Entwicklung anhalten, könnte es im intensivmedizinischen Bereich kritisch werden, warnte Anschober. "Dann steuern wir auf eine erhebliche Krisensituation zu", meinte der Gesundheitsminister. Man müsse "alles tun, um die Trendwende ab Mitte November zu erreichen". Er gehe davon aus, "dass die Zahlen (was die Neuinfektionen betrifft, Anm.) in dieser Woche deutlich steigen werden", zumal nachgeschärfte Maßnahmen, die eine Weiterverbreitung des Virus verhindern sollen, erst mit zeitlicher Verzögerung wirken.

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(APA)

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