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Österreich-Solo

Zeit des Schämens: das Österreich-Solo. Seit das Trio Faymann-Kurz-Mikl mit „selbstausgedachten“ Dominoeffekten das Steuerrad des Eurowracks keck zu übernehmen versucht, getraut man sich mehr ZIB zu schauen. Was dieses Dreirad in den letzten Wochen herausgelassen hat, ist nur mehr peinlich. Man merkt jedem der drei überforderten Strampler meilenweit an, wie sehr sie sich bemühen, das selber zu glauben, was sie an undurchdachten Halbstrategien verkünden. Faymann wird laut, Mikl spielt Rumpelstilzchen und Kurz macht auf Kleinorban. Es ist höchstens 6 Wochen her, dass der Kanzler um Merkel getänzelt ist und am Rockzipfel Angelas den mutigen Ösi gemimt hat. Dem Zaundebakel folgte das Dominospiel. Die Steine sind die „Westbalkanstaaten“, Ergebnis ist der Effekt. Einer wirft den Nächsten um. Dieser Dominoeffekt sei „um Europa aufzuwecken, um Deutschland zu zwingen“ und so (schlecht) weiter. Fluchtdomino. Mikl-Leitner beschimpft Griechenland, ätzt planlos nach allen Seiten und zählt die Flüchtlinge an. Aus Angst vor Strache fliehen sie in chaotischen Tag für Tag-Aktionismus. „Wir werden täglich nicht mehr 80 akzeptieren“ zischt Mikl. Brav eilt der neue Verteidigungsminister am nächsten Tag herbei und verteidigt, was nicht zu verteidigen ist: „Diese 80 gelten nur für Spielfeld!“ Dazwischen werden Sonderspuren für LKWs, eine Brennersperre, neue Obergrenzen erwogen und verworfen. Die ratlosen Staatskutscher fahren im Kreis und denken nach, wie aus Grenzen Menschengrenzen gemacht werden können. Freie Fahrt für Waren. Der 79-80-Aus-Schwachsinn hält keiner logischen Nachfrage stand. Kein Wunder, diese Politik wurde ja für den Wut-Stammtisch gebastelt. Wer Mikl-Leitners Auftritt beim Runden Tisch gesehen hat, kann nicht einmal mehr Mitleid haben. Maschinenartig repetiert sie, mit Häme gewürzt, die Tageslosung, die im ministeriellen Breistorming ausgewürfelt wurde. Mit Kurz als Hilfsschlaumeier stümpern die beiden die „Kettenreaktion der Unvernunft“. Mikl lächelt: „Wir wollen unser Problem zum Problem der anderen machen“. Derartige Dummsätze anhören zu müssen ist Bürgermissbrauch. Dazu kopiert das Trio die „Vysegradstaaten“ und präsidiert eine „Westbalkankonferenz“ ohne Griechenland, lobt dafür Mazedonien und sich selbst. Der ungarische Vysegradheld geht zeitgleich mit einer orbanisierten Volksabstimmung am Stammtisch in Führung. Faymann wird nicht einmal mehr rot. Glawischtnix verdeckt ihre Schwäche mit rasender Spreche. Django kommentiert aus dem Sarg. Statt an der gesamteuropäischen Lösung mit Deutschland festzuhalten führt diese Politik in die Perspektivlosigkeit, zur nationalen Entsolidarisierung und endet in Ratlosigkeit.

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