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ÖHB-Team verlor WM-Gruppenspiel gegen Mazedonien

Mazedonier legten nach der Pause einen Zahn zu
Mazedonier legten nach der Pause einen Zahn zu
Mazedonien bleibt der Angstgegner von Österreichs Handball-Männern. Am Freitag musste sich die ÖHB-Auswahl im abschließenden Gruppenspiel der WM in Katar Kiril Lazarov und Co. mit 31:36 (16:16) und damit zum dritten Mal in den vergangenen zweieinhalb Jahren geschlagen geben. Damit bekommt man es im Achtelfinale am Sonntag (16.30 Uhr MEZ in Lusail) mit den Gastgebern zu tun.


Als Gruppensieger ins Achtelfinale eingezogen sind auch Titelverteidiger Spanien und Kroatien. Der Weltmeister gewann am Freitag in Doha gegen den WM-Vierten Slowenien mit 30:26 (14:10) und belegte ohne Punktverlust Platz eins in Gruppe A. Zweiter wurde Katar, der vom Spanier Valero Rivera betreute Gastgeber bezwang Weißrussland mit 26:22 (7:12). Der eingebürgerte Montenegriner Zarko Markovic warf dabei neun Tore für die zum vierten Mal im fünften Spiel erfolgreichen Katarer. Hinter Slowenien schaffte Brasilien durch ein 30:22 (13:12) im rein südamerikanischen Duell mit Chile noch den Sprung in die K.o.-Phase.

In der Gruppe B erreichte Kroatien ebenfalls ohne Punktverlust das Achtelfinale. Der WM-Dritte besiegte Bosnien-Herzegowina mit 28:21 (17:8) und spielt nun gegen Brasilien. Hinter Mazedonien und Österreich schaffte Tunesien durch ein 30:23 (12:12) gegen den punktelosen WM-Neuling Iran den Sprung in die nächste Turnierrunde. Der Zweite der Afrika-Meisterschaft spielt nun gegen Spanien.

Für Österreich war der Einzug in die K.o.-Phase schon seit Mittwoch festgestanden, mit einem Sieg hätte man das Duell mit dem aus zahlreichen eingebürgerten Routiniers rund um den spanischen Toptrainer Valero Rivera bestehenden Kataris aber verhindern und stattdessen auf Slowenien treffen können. Wie schon im WM-Quali-Play-off 2012 und bei der EM 2014 war die Balkantruppe für Viktor Szilagyi und Co. aber nicht zu schlagen. Als Knackpunkt sollte sich die Rote Karte für Vitas Ziura bald nach Wiederbeginn erweisen.

Österreich – mit Thomas Bauer erstmals von Beginn an im Tor und den Hermann-Zwillingen in der Abwehr bzw. Ziura und Szilagyi im Offensivzentrum – lag nach nervösem Beginn in der vierten Minute mit 1:3 in Rückstand, arbeitete sich aber wieder heran. Trotz eines Posch-Fehlversuchs und eines vergebenen Konters von Maximilian Hermann. Mit drei Paraden hatte auch Bauer Anteil am 4:4-Ausgleich (9.). Neuerlich zogen die von Lazarov angeführten Mazedonier auf 10:7 davon (16.), wieder kam Österreich dank zweier Tore von Robert Weber und eines Konters von Raul Santos auf 10:10 heran (19.).

Das Duell blieb weiter ausgeglichen, Weber mit drei Toren en suite (13:14) die dominante Figur der Österreicher, die zumeist einem kleinen Rückstand hinterherliefen. Gegen Ende der ersten Hälfte waren es dann Posch, mit seiner ersten gelungenen Aktion vom Kreis, Alexander Hermann und Szilagyi, die für das 16:16-Remis zur Pause und die Fortschreibung des Krimis sorgten.

Szilagyi stellte in der 34. Minute das 19:18 und damit die erste rot-weiß-rote Führung seit dem 4:3 in der 9. Minute her. Schon die nächste Aktion bedeutete aber eine erhebliche Schwächung der Österreicher: Der gewohnt kompromisslose Ziura, der nun auch in der Abwehr postiert war, sah nach einer Attacke gegen Mirkulovski Rot (36.). Ein Schock, den Österreich erst verdauen musste. In der Folge kassierte man vier Zweiminutenstrafen, Mazedonien zog auf 24:20 (41.) und 25:21 davon (43.).

Der eingewechselte Youngster Nikola Bilyk, der im fünften Spiel erstmals nicht von Beginn an spielte, brachte die ÖHB-Truppe auf 22:25 heran, die Aufholjagd wurde aber durch Paraden von Mazedonien-Goalie Angelov gegen Weber und Santos vereitelt, Janko Bozovic hatte bei einem Stangenschuss auch Pech. Nach 47 Minuten lag der Gegner erstmals mit sechs Toren in Führung (28:22) und spielte diese letztlich ungefährdet nach Hause. Österreich konnte nur noch auf vier Tore (30:34/58.) heranschnuppern.

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