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ÖHB-Männer machten in WM-Quali Play-off-Ticket perfekt

Österreichs Handballmänner haben wie erwartet das Play-off der WM-Qualifikation erreicht. Am Sonntag fertigte die ÖHB-Auswahl zum Abschluss der Gruppe 2 in der Südstadt Schlusslicht Finnland mit 32:20 (17:12) ab und liegt damit in der Endabrechnung dank der mehr erzielten Auswärtstore vor den punktegleichen Rumänen. Zwei Spiele im Juni trennen Österreich nun von der neuerlichen WM-Teilnahme.


Drei Tage nach dem dramatischen 29:32 in Rumänien, mit dem sich Österreich trotz Niederlage den entscheidenden Vorteil verschafft hatte, musste die Truppe von Teamchef Patrekur Johannesson aber – im Gegensatz zu den beiden Jänner-Partien gegen Italien – viel Schweiß investieren. Der Sieg war zwar nie gefährdet, richtig ins Rollen kam das Spiel der Gastgeber aber lange Zeit nicht. Vielleicht war auch die Angst, als klarer Favorit den Pflichtsieg und damit das Play-off-Ticket zu verpassen, einer der Gründe für den mühsamen Start.

Eine frühe 5:2-Führung (6.) vermochte man bis zur Pause nicht entscheidend auszubauen, zu wenig konsequent agierten Nikola Bilyk und Co., auch die Abschlüsse fielen oftmals zu ungenau aus. Erst nach der Pause nahm das immer befreitere Spiel der Österreicher Fahrt auf, die finnische Gegenwehr ließ sukzessive nach. In der 50. Minute schien auf der Anzeigetafel erstmal ein Zehn-Tore-Vorsprung auf (28:18), den sich der WM-Achtelfinalist 2015 nicht mehr nehmen ließ.

Die Nagelprobe hat Österreichs verjüngtes Team damit erfolgreich bestanden, der Ausblick in die Zukunft (Heim-EM 2020) fällt positiv aus. Vorerst darf und muss Johannesson im Play-off (10.-12. Juni und 14.-16. Juni 2016) aber wieder auf die Rückkehr der Routiniers Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Romas Kirveliavicius und Robert Weber hoffen. Auch Raul Santos, der sich am Donnerstag einen Innenbandeinriss zuzog, dürfte dann wieder mit von der Partie sein.

In jedem Fall darf Handball-Österreich am 31. Jänner mit Spannung nach Krakau blicken. Dort wird am Finaltag aus den Teilnehmern der derzeit laufenden EM der Play-off-Gegner ermittelt. In der Vorquali erreichten neben Österreich auch Tschechien, Lettland, Bosnien und Herzegowina, die Niederlande und Portugal die entscheidende Quali-Phase.

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