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ÖHB-Männer gaben alles, EM ist aber fast verspielt

Lage nach zwei Quali-Spielen fast aussichtslos
Lage nach zwei Quali-Spielen fast aussichtslos
Die Situation für Österreichs Handball-Männer ist etwas paradox. Einerseits darf man sich auf die WM 2015 in Katar freuen, andererseits hat man mit der 24:28-Heimniederlage gegen Deutschland am Sonntag bereits zwei Monate vor Beginn der Endrunde die Chancen auf die EM 2016 fast schon verspielt. "Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß", räumte Defensivspezialist Markus Wagesreiter ein.


Zwei Spiele, null Zähler – die Duelle mit Spanien und Deutschland, die in Gruppe 7 mit dem Punktemaximum in Front liegen, erwiesen sich als die befürchtet schweren Brocken – gerade angesichts des Fehlens des lädierten Kapitäns Viktor Szilagyi. Dabei wären die Deutschen vier Tage nach der klaren 16:27-Niederlage bei Weltmeister Spanien in einer mit 6.000 Zuschauern gut gefüllten und stimmungsvollen Albert-Schultz-Halle in Reichweite gewesen. Zumal sich der Weltmeister 2007 unter Neo-Coach Dagur Sigurdsson in einer Umbruchphase befindet, zuletzt die EM 2014 verpasste und in Katar (15. Jänner bis 1. Februar) nur dank Wildcard vertreten ist.

“Wir haben alles gegeben, haben besser gespielt als gegen Spanien”, resümierte ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson an derselben Stelle, an der er noch im Juni über die geschaffte WM-Quali jubeln durfte. Nun räumte er ein, dass es “sehr schwierig” sein wird, noch ein Ticket für die EM 2016 in Polen zu erringen. Denn nur die beiden ersten sowie der beste Gruppendritte der sieben Pools schafft den Sprung zur Endrunde. Johannesson gab sich aber kämpferisch und wollte keine große Kritik am Team üben: “Klar ist man enttäuscht, ich bin auch sauer. Aber meine Spieler können mit dem Kopf nach oben aus der Halle gehen.”

Im Gegensatz zur Partie in Spanien sei der Spielplan gegen die Deutschen aufgegangen, “sie haben uns aber mit einer sehr guten Deckung geschlagen. Gegen eine starke Mannschaft muss man einfach alle Chancen nützen, die man hat”, befand Johannesson, dessen Aufbaureihe um Routinier Roland Schlinger zu viele Fehlwürfe wie auch technische Fehler verzeichnete. “Zwischendrin war zu wenig Druck, haben wir ohne Bedrohung gespielt”, meinte Aufbauspieler Maximilian Hermann. Zudem lieferte auch Deutschland-Goalie Carsten Lichtlein eine starke Leistung ab und stand Österreichs groß aufspielendem Schlussmann Nikola Marinovic damit in nichts nach. Auf beiden Seiten waren es die Abwehrreihen, die der intensiven Partie ihren Stempel aufdrückten.

Und obwohl der eigentliche Defensivmann Vitas Ziura als Ersatz für Szilagyi auch in der Offensive eine “Weltklasse”-Vorstellung gab, wie Johannesson betonte, war das Fehlen des Routiniers nicht zu übersehen. Gerade in scheinbar ausweglosen Situationen war es in der Vergangenheit immer wieder Szilagyi, der mit seiner Mischung aus Verantwortung, Übersicht und brillanter Wurftechnik die Kastanien aus dem Feuer holte. Deutschland-Coach Sigurdsson, isländischer Landsmann und Freund von Johannesson, der die Österreicher 2010 bei der Heim-EM auf Rang neun geführt hatte, wusste diesen Umstand richtig einzuordnen. “Kompliment an die Mannschaft, die heute ohne Viktor Szilagyi auskommen musste”, lobte Sigurdsson die Gastgeber.

Darum kann sich Rot-Weiß-Rot freilich nichts kaufen, muss den Blick auf die Zukunft richten. Der 36-jährige Szilagyi dürfte – sofern fit – bei der WM im Jänner seinen Abschied auf großer Bühne geben, auch das Karriereende von Ziura (35) ist absehbar. Deutschland-Legionär Dominik Schmid fehlte gegen Spanien und Deutschland wie Szilagyi verletzt, was dem 17-jährigen Jungspund Nikola Bilyk einige Einsatzminuten brachte. “Auch wenn er Fehler gemacht hat, war ich mit ihm sehr zufrieden”, urteilte Johannesson, dessen Vertrag erst kürzlich bis zur Heim-EM 2020 verlängert wurde.

Derzeit konzentriert man sich freilich auf die WM. Anfang Jänner stehen noch zwei Tests gegen die Schweiz sowie eine Generalprobe gegen Europameister Frankreich an. Erst nach dem Turnier in Katar wird sich der Fokus auf die Finnen richten, die Ende April nächster EM-Quali-Gegner sind. “Es wird schwierig, weil wir dann in der Favoritenrolle sind. Das wird eine gute Prüfung und eine Charakterfrage”, meinte Johannesson.

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