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ÖHB-Männer feierten in WM-Quali souveränes 40:27 in Italien

Neun Tore von Jungstar Nikola Bilyk
Neun Tore von Jungstar Nikola Bilyk
Auch mit einer stark veränderten Mannschaft haben Österreichs Handball-Männer in der WM-Qualifikation souverän den Kurs gehalten. Die von großen Personalsorgen geplagte ÖHB-Truppe feierte angeführt von Jungstar Nikola Bilyk am Mittwoch in Triest einen 40:27-(16:12)-Erfolg und führt zur Halbzeit mit sechs Punkten und blütenweißer Weste Gruppe 2 an.


Schon am Samstag (20.25 Uhr) folgt in der Südstadt das “Rückspiel” gegen die Italiener. Das Duell mit Rumänien in Baie Mare am 14. Jänner dürfte dann zum vorentscheidenden Duell um Platz eins werden, die Osteuropäer setzten sich ebenfalls am Sonntag klar mit 34:21 gegen das punktlose Schlusslicht Finnland durch. Das abschließende ÖHB-Heimspiel gegen die Finnen steigt am 17. Jänner. Der Gruppensieger ist für das Play-off im Juni qualifiziert, dort allerdings wartet abhängig vom Ausgang der EM im Jänner in jedem Fall ein starker Gegner.

“Man darf nicht vergessen, wie jung diese Mannschaft ist und wie wenig Erfahrung sie international hat”, hatte Teamchef Patrekur Johannesson vor dem Auswärtsspiel im “PalaTrieste” zu bedenken gegeben – ein Blick auf den Kader unterstrich diese Aussage: Nur sechs von 16 Akteuren fuhren vor genau einem Jahr zur WM in Katar. Rücktritte und die aktuellen Verletzungen u.a. von Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Goalie-Routinier Nikola Marinovic, Romas Kirveliavicius und Robert Weber stellten Johannesson und Spieler gleichermaßen vor große Herausforderungen, die gegen den Außenseiter aus Italien aber gut gelöst wurden.

Obwohl sich die erste Hälfte lange Zeit als zähes Ringen gestaltete, warteten die Österreicher um den zukünftigen Kiel-Akteur Bilyk (mit neun Treffern bester Torschütze), Janko Bozovic und den im Team fast völlig unerfahrenen Mitte-Mann Gerald Zeiner geduldig auf Chancen und hatten stets leicht das Übergewicht. In der zehnten Minute lag man erstmals zwei Tore im Plus, bis zur Pause bauten die Gäste ihren Vorsprung auf vier Treffer aus.

Die entscheidende Phase zu Beginn der zweiten Hälfte gehörte dann zur Gänze Rot-Weiß-Rot, das nach einem 10:3-Lauf in der 41. Minute 26:15 führte und damit die Vorentscheidung herbeigeführt hatte. Auch der 21-jährige Zweiergoalie Kristian Pilipovic von den Fivers Margareten hatte großen Anteil daran. Italien war gebrochen, konnte nicht mehr zusetzen. Im Finish durften sich dann auch noch Wechselspieler wie Lukas Frühstück, Thomas Kandolf und Boris Zivkovic in die Torschützenliste eintragen.

Teamchef Patrekur Johannesson zeigte sich anschließend sehr zufrieden: “Anfangs dachte ich, dass es ein typisch schweres Auswärtsspiel wird, aber wir sind ruhig geblieben, haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. Zudem haben alle gespielt, das war eine gute Leistung. In der zweiten Hälfte ist Pilipovic als Torhüter gut ins Spiel gekommen, dazu hatten wir den Kreisläufer besser im Griff und konnten ein paar Gegenstoßtore machen, das war entscheidend.”

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