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ÖFB rückt Frauenfußball stärker in den Mittelpunkt

Der Frauenfußball soll in Österreich an Bedeutung gewinnen.
Der Frauenfußball soll in Österreich an Bedeutung gewinnen. ©APA/HANS PUNZ
Mit einer groß angelegten PR-Aktion soll der Frauenfußball an Fans gewinnen. In Zukunft gibt es mehr Präsenz im TV, Internet und Social Media.

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) will den Frauen-Fußball noch mehr in den Mittelpunkt stellen. Rechtzeitig vor dem Start der Frauen-Bundesliga wurde am Dienstag die laut eigenen Angaben bisher größte Frauen-Fußball-Kampagne des Verbandes präsentiert. Sie trägt den Titel "#mitHerz". Mit mehr Präsenz in TV, Internet sowie den sozialen Netzwerken soll ein größeres Publikum erreicht werden.

"Die Zuschauerzahlen sind ein Bereich, in dem wir noch Nachholbedarf haben", meinte Isabel Hochstöger, die Leiterin für Mädchen- und Frauenfußball im ÖFB, am Dienstag in einer Pressekonferenz in Wien. Mit zusätzlichem Videomaterial, das künftig mit eigenen Liga-Auftritten etwa auf Instagram und Facebook zur Verfügung gestellt wird, sollen auch mehr Menschen zum Stadionbesuch ermutigt werden.

Zehn Frauenfußball-Partien auf ORF Sport+

Der ORF zeigt wie schon vergangene Saison zumindest zehn Partien aus Cup und Liga live auf ORF Sport +. Darüber hinaus ist im Spartensender ab Freitag wöchentlich (ab 21.15 Uhr) ein rund 20-minütiges Frauen-Fußball-Magazin mit dem Titel "Mit Herz" zu sehen. Es ist das Comeback eines Formats, das es in der Vergangenheit für kurze Zeit schon einmal gegeben hat. Dieses Mal soll es sich länger halten.

Die Sendung wird in enger Kooperation mit ÖFB-TV produziert. Der vor rund einem Jahr neu gestartete Online-Sender des Verbandes wird selbst jeden Montag eine rund fünfminütige Highlight-Show mit Toren von allen Spielen präsentieren. In den Runden, in denen ORF Sport + kein Spiel überträgt, kann man künftig zudem eine Partie live auf ÖFB-TV verfolgen. "Ich glaube, dass diese PR-Offensive wirklich ein Meilenstein ist", meinte Kapitänin Jasmin Eder von Serienmeister SKN St. Pölten.

Neue Future League

Eine Verbesserung gibt es auch für die Vereine selbst. Durch die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister "Die Ligen" wird es erstmals eine alle 90 Spiele der Zehnerliga umfassende Video-Produktion zu Scouting-Zwecken geben, die eine bessere Spielvorbereitung ermöglichen soll.

Der Modus der Frauen-Bundesliga, die noch für zumindest drei Jahre von Planet Pure gesponsert wird, blieb unverändert. Neu ist allerdings die Einführung der Future League. Die Zweier-Mannschaften der Bundesligisten treten ab sofort im Rahmen des Bundesliga-Duells auch gegeneinander an. Dadurch sollen junge Spielerinnen mehr Spielpraxis erhalten. Unterhalb der Bundesliga gibt es ab sofort eine eingleisige, bundesweite 2. Liga, an der elf Teams, darunter auch jene der Vienna und des Wiener Sportclubs, teilnehmen.

(APA/red)

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