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ÖFB-Frauen unterlagen Vize-Europameister Norwegen 0:1

Erfolgsserie ging in Steyr zu Ende
Erfolgsserie ging in Steyr zu Ende
Die Erfolgsserie der österreichischen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft ist am Sonntag in Steyr zu Ende gegangen. Die ÖFB-Frauen mussten sich in der EM-Qualifikation Norwegen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben, zeigten aber gegen den Vize-Europameister eine starke Leistung. Für die Auswahl von Dominik Thalhammer war es die erste Niederlage seit 9. April 2014 bzw. 18 Spielen (15 Siege, 3 Remis).


Norwegen schloss in der Qualifikationsgruppe 8 nach Punkten zu Österreich auf und übernahm aufgrund des gewonnenen direkten Duells die Tabellenführung, dennoch sind die Chancen der ÖFB-Elf auf die erstmalige Teilnahme an einem großen Turnier intakt. Neben den acht Gruppensiegern qualifizieren sich auch die sechs besten Gruppenzweiten direkt für die EM-Endrunde vom 16. Juli bis 6. August 2017 in den Niederlanden, Österreich liegt mit vier Siegen aus fünf Spielen dafür gut im Rennen.

Die Mannschaft um Teamkapitänin und Bayern-Legionärin Viktoria Schnaderbeck bewies gegen Norwegen, Weltmeister 1995 und Europameisterinnen 1987 und 1993, dass sie auch gegen Top-Nationen mithalten kann. Die Österreicherinnen machten über weite Strecken das Spiel, setzten die Gäste unter Druck, blieben im Abschluss aber erfolglos, während die Norwegerinnen die Partie per Elfmeter entschieden.

Die ÖFB-Frauen bestimmten in den ersten 20 Minuten das Spiel, hatten die Skandinavierinnen bestens im Griff und ließen keine Chance zu. Aus dem Nichts gerieten sie aber entgegen dem Spielverlauf in Rückstand. Virginia Kirchberger brachte im Strafraum Ada Hederberg zu Fall, Lene Mykjaaland verwertete den Strafstoß sicher (23.). Mit der Führung im Rücken fanden die Norwegerinnen ins Spiel, es entwickelte sich bis zur Pause eine ausgeglichene Partie.

Nach dem Seitenwechsel legten die Österreicherinnen zur Freude der 1.300 Zuschauer einen Gang zu. Das Forechecking und gefällige Kombinationsspiel führte auch zu einigen vielversprechenden Strafraumszenen, ein erfolgreicher Abschluss gelang aber nicht.

“Man hat nicht klar erkennen können, wer die Nummer elf und wer die Nummer 25 im FIFA-Ranking ist. Wir haben das Spiel kontrolliert, Norwegen ist im Gegenangriff gefährlich geworden”, resümierte ein nicht unzufriedener ÖFB-Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer. Verbesserungspotenzial ortete er bei seiner Elf hauptsächlich im Angriffsdrittel.

“Wir haben aber nicht gegen irgendjemanden gespielt, sondern gegen den Vize-Europameister. Da bekommt man nicht so viele Chancen, und diese wenigen sollte man nutzen”, sagte der Wiener. Die Entwicklung von Kapitänin Viktoria Schnaderbeck und Co sei jedenfalls gut. “Wir haben gesehen, dass wir solche Spiele eng gestalten und einen Gegner wie Norwegen dominieren können. Das Ziel ist die Europameisterschaft. Solche Spiele auf Top-Niveau bringen uns in unserer Entwicklung noch weiter”, blickte der 45-Jährige positiv nach vorne. Am 2. Juni bekommen die ÖFB-Frauen in Oslo gegen Norwegen die Chance zur Revanche.

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