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ÖBB-Zugpersonal berichtet von Übergriffen

Übergriffe auf ÖBB-Mitarbeiter.
Übergriffe auf ÖBB-Mitarbeiter. ©VMH/Symbolbild
ÖBB-Zentralbetriebsratsvorsitzender Helmut Radlingmayr schlägt Alarm: Im Vorjahr habe es 86 gewalttätige Übergriffe auf Zugbegleiter gegeben, zum Teil mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, so die Gewerkschaft vida am Dienstag.

Radlingmayr, selbst Aufsichtsratsmitglied, will deshalb am Mittwoch in der Sitzung des Aufsichtsrats der ÖBB Personenverkehr AG als außerordentlichen Tagesordnungspunkt einen Fragen- und Forderungskatalog zum Thema einbringen. “Es ist keine Wende zum Besseren in Sicht. Heuer gab es in den ersten drei Monaten des Jahres bereits 16 tätliche Angriffe auf Bedienstete in den ÖBB-Zügen.”

Vom Anpöbeln bis zu schweren Attacken

Die Palette der Gewalt in den ÖBB-Zügen reiche von Anpöbelungen, Beleidigungen oder Anspucken bis hin zu schweren Attacken mit Messern, Flaschen oder auch Hacken. “Wir werden das ÖBB-Management und die zuständige Eisenbahnaufsichtsbehörde deshalb morgen erneut deutlich auffordern, endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen”, meinte der Personalvertreter, der sich mit den Beschäftigten der Wiener Linien und ihren Forderungen solidarisch erklärte.

ÖBB: Zahl der Übergriffe gesenkt

Die Unternehmensleitung der ÖBB verwies auf Präventionsmaßnahmen, durch die es gelungen sei, die Zahl der Übergriffe in Zügen deutlich zu senken. Die Bundesbahnen sprachen in einer Aussendung vom Dienstag von 83 Vorfällen im Vorjahr und nicht von 86 wie der Zentralbetriebsratsvorsitzende.

Meist bei Fahrscheinkontrollen

Das seien 35 Prozent weniger als noch 2011, als es zu 127 Übergriffen gekommen sei. Als solcher gewertet werden das Berühren eines ÖBB-Mitarbeiters im Konfliktfall, das Beleidigen und auch tätliche Angriffe. Die meisten Vorfälle entstehen bei Fahrscheinkontrollen.

(APA)

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