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ÖAMTC testet "Kanister" für E-Autos

Mit einer Powerbank-Ladung kommen E-Autos etwa 12 Kilometer weit.
Mit einer Powerbank-Ladung kommen E-Autos etwa 12 Kilometer weit. ©ÖAMTC/Mikes
Bleibt man mit einem Elektrofahrzeug "ohne Saft" liegen, gibt es bisher nur eine Lösung: Abschleppen. Eine neue Technologie soll da Abhilfe schaffen.

Ein kurzfristiges “Auftanken”, wie man es bei Benzin-, Diesel- und Hybridmotoren mittels Kanister machen kann, ist nicht möglich, weil die Batterien dafür viel zu wenig Leistung bieten. Und man kann auch den entladenen Akku des E-Autos nicht einfach gegen einen vollen tauschen – einerseits weil die Kraftzellen sich von Fahrzeug zu Fahrzeug unterscheiden, andererseits weil das Gewicht mehrere hundert Kilogramm betragen kann.

Um Abhilfe zu schaffen, evaluiert der ÖAMTC aktuell eine Art Powerbank für E-Autos. Der “Mobile Electric Vehicle Charger”, wie das Gerät im Fachjargon heißt, besteht aus mehreren Lithium-Zellen und kann Strom für rund zwölf Kilometer an ein Elektrofahrzeug abgeben. Das dauert ungefähr 15 Minuten und ermöglicht in den meisten Fällen eine Fahrt zur nächsten E-Ladesäule.

Alternativen bieten

ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold erklärt dazu: “Immer mehr Mitglieder sind mit E-Autos unterwegs, gerade in den Städten. Und weil der Mobilitätsclub immer am Puls der Zeit bleibt und innovative Konzepte ausprobiert, wollten wir hier eine Alternative zum bisher notwendigen Abschleppdienst finden.”

Dank internationaler Verankerung und Zusammenarbeit konnte eine Powerbank vom niederländischen Partnerclub ANWB übernommen werden. Derzeit werden die Einsatzmöglichkeiten evaluiert – erstmals hergezeigt wird das neue System bei den E-Mobility Play Days am kommenden Wochenende in Spielberg.

“Road Patrolmen Contest”

Bereits vorab haben internationale Teams von Pannenfahrern die neue Powerbank zu sehen bekommen. Derzeit findet im ÖAMTC Mobilitätszentrum der “Road Patrolmen Contest” statt, ein mehrtägiger Workshop, der jedes Jahr von der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) und ARC Europe (dem Zusammenschluss der führenden Mobilitätsclubs in Europa) ausgeschrieben wird.

Im Rahmen dieser Veranstaltung können die Pannenfahrer der teilnehmenden Clubs Erfahrungen und Know-how austauschen. Höhepunkt ist ein Teamwettbewerb, in dem es theoretische und praktische Herausforderungen rund um das Thema Auto zu meistern gilt. 2018 wird der “Road Patrolmen Contest” erstmals vom ÖAMTC ausgerichtet.

(red)

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