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ÖAMTC-Test: Höherer Spritverbrauch mit Fahrrad auf Dachträger

ÖAMTC-Test: Spritverbrauch geht bei Fahrrad-Transport per Auto auf Dachträger bei 100km/h nach oben.
ÖAMTC-Test: Spritverbrauch geht bei Fahrrad-Transport per Auto auf Dachträger bei 100km/h nach oben. ©ÖAMTC/Ralph Wagner (Symbolbild)
Wer gerne mit dem Auto zum Startpunkt seiner Fahrrad-Touren fährt, der sollte womöglich einen Blick auf einen ÖAMTC-Test werfen. Der kam zu dem Ergebnis, dass beim Transport des Rads per Auto auf einem Dachträger der Spritverbrauch bei 100 km/h um ein Viertel nach oben geht.

Bei 130 km/h sind es sogar plus 34 Prozent. Ein Heckträger verursacht ein Plus von 23 Prozent bei 100 km/h (44 Prozent bei 130 km/h), ergab der ÖAMTC-Test. Radträger für die Anhängerkupplung schnitten in allen Test-Kategorien am besten ab. Sie haben auch den mit Abstand geringsten Mehrverbrauch mit plus vier Prozent bei 100 km/h (plus sechs Prozent bei 130 km/h), hieß es.

Bei Fahrrad am Dachträger: Plus bei Spritverbrauch

Getestet wurde mit zwei unterschiedlichen E-Bikes - sie stellen aufgrund des höheren Gewichts eine größere Herausforderung dar - auf im Handel erhältlichen Trägersystemen, mit denen zwei Räder transportiert werden können. Bewertet wurden die Kriterien Handhabung, Zugang zum Kofferraum, Sicherheit und eben Mehrverbrauch.

Note 1,6 für Fahrradträger für Anhängerkupplung

Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung erreichte mit einer Gesamtnote von 1,6 ein Gut. "Dieses System war vormontiert, konnte von einer Person am Fahrzeug angebracht und sofort verwendet werden. Auch das Be- und Entladen war bequem", nannte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl weitere Vorteile zusätzlich zum geringen Mehrverbrauch.

Der Crashversuch - ein simulierter Auffahrunfall bei Tempo 30 - hinterließ zwar Dellen auf der Heckklappe, die E-Bikes blieben aber auf dem Träger. Einziger Haken des Systems: Es muss eine Anhängerkupplung vorhanden sein.

Fahrradträger am Dach: Note 2,5

Der Fahrradträger am Dach schaffte die Gesamtnote von 2,5. "Das System selbst ist einfach und schnell montiert, für das Be- und Entladen der E-Bikes sind allerdings zwei Personen notwendig", bilanzierte Kerbl. Außerdem seien die Träger für schwere E-Bikes weniger bis gar nicht geeignet. Wegen des Gewichts komme es am Dach sehr leicht zu einer Überladung. Beim Crashversuch habe das zu einem Bruch des Querträgers geführt, ein E-Bike ist heruntergefallen.

Heckträger weiter hinten

Der Heckträger schnitt mit 2,9 und einem Befriedigend am schlechtesten ab. "Die Endmontage des Systems war aufwendig und das Beladen mit den E-Bikes aufgrund der Montagehöhe mühsam, da weder Kennzeichen noch Beleuchtung des Fahrzeugs verdeckt werden dürfen. Tieflader, bei denen das einfacher ist, sind teuer, die zusätzliche Montage der Elektrik am Fahrzeug aufwendig", betonte Kerbl. Beim Crash bestehe die Gefahr, dass das System samt Räder nach hinten abklappt.

(APA/Red)

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