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Obwegeser holt sich Millionenauftrag aus der Schweiz

Die solarbetriebenen Abfallpresscontainer wurden auch schon in Wien aufgestellt.
Die solarbetriebenen Abfallpresscontainer wurden auch schon in Wien aufgestellt. ©Rewin / Obwegeser
Die Stadt Basel erhält in den kommenden fünf Jahren 1.100 solarbetriebene Abfallpresscontainer - das Auftragsvolumen liegt bei fünf Millionen Schweizer Franken.

Von Günther Bitschnau (wpa)

Die Firmengruppe Obwegeser mit Stammsitz in Hohenems hat eine millionenschwere Ausschreibung der Stadt Basel (CH) zur Lieferung von solarbetriebenen Abfallpresscontainern für das Stadtgebiet gewonnen. Wie der geschäftsführende Gesellschafter Horst Obwegeser im wpa-Gespräch erklärte, umfasse der Auftrag die Lieferung von 1.100 Stück dieser speziellen Abfalleimer innerhalb der kommenden fünf Jahre. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf rund fünf Millionen Schweizer Franken. Noch heuer sollen die ersten 160 Container geliefert werden, sagte Obwegeser.

Generalvertretung für holländische Container

Der Auftrag sei über die Obwegeser-Tochterfirma Rewin an Land gezogen worden. Der solarbetriebene Abfallpresscontainer der Marke Mr. Fill wird in Holland produziert. Rewin habe die Generalvertretung für Österreich, Liechtenstein und die Schweiz. Gleichzeitig ist das Unternehmen für den Service der Container zuständig. Die Abfallpresscontainer erzielen eine Verdichtung im Verhältnis 1:5 und kommen mit zwei Stunden Sonnenlicht pro Monat aus. "Durch das Pressen wird eine deutliche Reduzierung der Abfallkosten erreicht, da die Container seltener geleert werden müssen. Zudem informieren volle Container automatisch den Entsorgungsdienst. So müssen nur jene Container geleert werden, die voll sind", so Obwegeser. Auch im Stadtgebiet von Wien habe man bereits 40 Stück zu Testzwecken aufgestellt.

Gastronomie-Kunden am Boden

Doch es gibt auch weniger gute Nachrichten: Die Tochterfirma Rewin entwickelt und produziert seit 2013 auch Speisereste-Recyclinganlagen für die Gastronomie. Die darin zerkleinerten Speisereste werden danach in Biogasanlagen in Energie umgewandelt. "Dieses Geschäft ist seit März zu 100 Prozent eingebrochen. Die Gastronomen haben derzeit verständlicherweise andere Sorgen als die Verwertung von Speiseresten", so Obwegeser. In Vorarlberg habe man bislang 56 dieser Anlagen verkauft. Sie stehen auch in Tirol, Wien, Hallstatt und Köln.

Ein Fünftel weniger Umsatz im Bereich Küchenstudio

Ebenfalls deutliche Spuren haben die Auswirkungen der Pandemiemaßnahmen auf den Obwegeser-Geschäftsbereich Küchenstudio (Horst die Küche). Alle relevanten Publikumsmessen fallen aus und der Markt sei heiß umkämpft, so Obwegeser. Hier bedient das Unternehmen Privatkunden insbesondere aus Vorarlberg und der Schweiz. Der Bereich sei insofern interessant, da sich hier viele Synergien mit dem Obwegeser-Geschäftsbereich Elektrotechnik erzielen lassen. "Trotzdem rechnen wir im Küchenbereich heuer mit einem Rückgang um etwa 20 Prozent."

Elektrotechnik läuft sehr gut

Ganz anders wiederum die Situation im Geschäftsbereich Elektrotechnik, wo jeweils zur Hälfte Privatkunden und Industrie- sowie Gewerbekunden zu den Abnehmern zählen. Die Auftragslage bezeichnet Horst Obwegeser hier als sehr gut. Pro Jahr werden etwa 250 Wohneinheiten und 30 Einfamilienhäuser ausgestattet. Bei manchen Industriekunden wie etwa Collini sei man als A-Lieferant gelistet. Dort ist Obwegeser dann für die allgemeinen Gebäudeinstallationen samt EDV sowie die strukturierte Verkabelung, die Beleuchtung und die Installation von Maschinen und Anlagen zuständig. Zum diesem Geschäftsbereich gehören auch zwei Standorte in Schaanwald (LIE) und Diepoldsau (CH).

"Menschen sind gereizt und nervös"

"Solange wir arbeiten dürfen, mache ich mir für den Bereich Elektrotechnik und Bau keine Sorgen. Das gilt auch für 2021. Bedenklich ist jedoch, dass wir es mit einer immer instabileren Gesellschaft zu tun haben. Denn sehr viele Menschen sind im Berufsalltag gereizt und nervös", so Obwegeser.

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die 1989 gegründete Firmengruppe Obwegeser einen Umsatz von rund neun Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Horst Obwegeser mit einem Umsatzminus von etwa 15 Prozent. "Wir werden dieses Jahr mit einem blauen Auge überstehen." Insgesamt beschäftigt das Familienunternehmen rund 30 Mitarbeiter. Dazu kommen noch einmal 15 Leasing-Mitarbeiter. Man habe fast die gesamte Belegschaft in den vergangenen Monaten durchgehend beschäftigt, kein Mitarbeiter sei gekündigt worden, so Obwegeser. Lediglich ein Mitarbeiter vom Bereich Recyclinganlagen für Gastronomie-Speisereste sei für kurze Zeit in Kurzarbeit gewesen.

(Quelle: Wirtschaftspresseagentur.com)

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