AA

Obervermuntwerk II – Gigant im Berginneren

Zwischen dem Silvrettasee und dem Vermuntsee im Montafon errichtet die Vorarlberger Illwerke AG das neue Pumpspeicherkraftwerk Obervermuntwerk II. Die spektakulären Bilder zeigen eindrucksvoll den Baufortschritt auf Vorarlbergs größter Baustelle und wie das zweitgrößte Kraftwerk des Vorarlberger Energiedienstleisters entsteht.  
Lesen Sie heute Teil 1 der Serie zum Bau des Obervermuntwerks

Bild_1
Bild_1

Beinahe schon komplett ausgebrochen ist die riesige Maschinenkaverne im Berginneren. An manchen Stellen geht es aber noch einige Meter in die Tiefe. In diesem Hohlraum fände das neue Illwerke Zentrum Montafon in Vandans vier Mal Platz.

Bild_2
Bild_2

Wahrlich gigantische Ausmaße hat das so genannte Wasserschloss, das dazu dient, dass das Wasser bei einem raschen Wechsel von Turbinen- zu Pumpbetrieb nach oben ausweichen kann. Das Bild zeigt die drei unteren Kammern, die jeweils 70 Meter lang sind.

Bild_3
Bild_3

Ein detaillierterer Blick in eine der drei unteren Kammern des Wasserschlosses. Die Kammern haben eine Höhe von rund 9 Metern. Das Bild zeigt einen Schalwagen. Hier wird das Stollengewölbe bewehrt und verschalt, bevor wieder betoniert werden kann.

Bild_4
Bild_4

Blick aus der Maschinenkaverne in die Trafokaverne. Hier (links) werden die Transformatoren stehen. Rechts geht es hinaus in den Hauptzugangsstollen. Im Eingangsbereich haben die Mineure das endgültige Niveau bereits erreicht.

Bild_5
Bild_5

Um die riesigen Pumpensteigleitungen vorzulagern, mussten die Ausbruchsarbeiten zehn Tage lang stillstehen. Diese Arbeit war im Bauzeitplan genau festgelegt und konnte nur zu diesem Zeitpunkt erledigt werden, da ein Zugang später nicht mehr möglich sein wird.

Bild_6
Bild_6

Zur Vormontage der Rohrleitungen und Panzerungen wurde eigens eine riesige Montagehalle für den Stahlwasserbau errichtet. Die Experten wenden dabei modernste Methoden in der Schweißtechnik an. Hier werden gerade so genannte Rohrschüsse zu einem Rohr zusammengeschweißt.

Bild_8
Bild_8

Das Bild zeigt das riesige Auslaufbauwerk im abgesenkten Vermuntsee. Im oberen Teil des Bauwerks verläuft die Führung für die Schütze – eine Art Absperrventil, über das man die Triebwasserführung abschotten kann. Nach Fertigstellung des Bauwerks wird der See langsam wieder aufgestaut.

08_NEU_Schuetzenschacht
08_NEU_Schuetzenschacht

Im Schützenschacht ruhen die Arbeiten derzeit wieder und werden erst im kommenden Jahr wieder fortgesetzt. Im unteren Teil des Schachtes wird später der Silvrettastollen durchgeführt. Zwei Schützen werden als Absperrorgane installiert.

Bild_9
Bild_9

Im Vordergrund sieht man eines der modernsten Kieswerke in Österreich, das extra für den Bau des Obervermuntwerks II errichtet wurde. Hier wird das Ausbruchsmaterial aus den Stollen, Schächten und Kavernen aufbereitet und zur Betonherstellung genutzt. So werden tausende LKW-Fahrten vermieden.

Bild_10
Bild_10

Ein Teil des Ausbruchmaterials, das nicht zur Betonaufbereitung verwendet werden kann, wird auf die Deponie D2 gebracht. Parallel zur Lagerung erfolgt die aufwendige Rekultivierung, sodass bereits jetzt kaum mehr ein Unterschied zur natürlich entstandenen Landschaft auszumachen ist.

Weitere Informationen:
www.obervermuntwerk2.at
obervermuntwerk2@illwerke.at

Twitter: @Projekt_OVWII
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter über das aktuelle Geschehen auf der Baustelle!

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Energie
  • Obervermuntwerk II – Gigant im Berginneren
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.