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Oberitalien: Verletzte und schwere Sachschäden

Ein heftiges Erdbeben hat in der Nacht zum Donnerstag ganz Oberitalien erschüttert und erhebliche Schäden angerichtet. Das Beben war von Genua bis Venedig, von Turin bis Mailand und im Schweizer Tessin zu spüren.

Nach Angaben des österreichischen Erdbebendienstes waren die Stöße auch in Kärnten und Tirol zu registrieren gewesen. Zu Schäden sei es aber nicht gekommen. Neun Menschen wurden verletzt, zirka 130 Menschen obdachlos, teilte die Zivilschutzbehörde mit. Die schwersten Schäden wurden rund um den Gardasee gemeldet, wo zahlreiche Häuser beschädigt wurden. Zwei Krankenhäuser wurden in der Nacht geräumt, die Schulen blieben geschlossen.

Nach dem Erdstoß kurz vor Mitternacht, liefen im Raum um den Gardasee Hunderte Menschen auf die Straße und übernachteten in ihrem Auto oder in Zelten. Die meisten Verwundeten konnten schon wieder das Krankenhaus verlassen. Einige Menschen hätten sich Verletzungen zugezogen, als sie panikartig die Flucht vor dem Beben ergriffen, andere seien von herabfallenden Steinen getroffen worden, berichteten die Rettungsmannschaften.

Das Epizentrum des Bebens befand sich am Ufer des Gardasees in etwa 25 Kilometern Tiefe. Italienischen Angaben zufolge handelte es sich um das schwersten Beben, das jemals in der Region seit 1901 registriert wurde. Die Region um den Gardasee gilt Experten als vergleichsweise erdbebensicher. Das Nationale Institut für Geophysik in Rom registrierte noch sechs Nachbeben, von denen das stärkste einen Wert von 2,1 erreichte. Am Donnerstagmorgen gab es auch ein Erdbeben mit der Stärke 4,8 an der südlichen Adriaküste. Auch in Mailand und in Südtirol waren die Erschütterungen zu spüren, es wurden jedoch weder Verletzte noch Sachschäden gemeldet.

In Salo, einer Kleinstadt am Westufer des Gardasees, stürzte ein Glockenturm ein. Dutzende von Häusern wiesen Risse im Mauerwerk und andere Schäden auf. Rund 450 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Sicherheit der Gebäude zu testen. Hilfe traf auch von anderen italienischen Regionen ein. Das genaue Ausmaß der Schäden lasse sich erst nach genauer Prüfung in den nächsten Tagen abschätzen, meinte ein Sprecher des Zivilschutzes.

In einem Sportstadion in Salo wurden Zelte errichtet. Dutzende Menschen, deren Wohnungen beschädigt wurden, kamen in Hotels unter. Der Präsident der italienischen Zivilschutzbehörde, Guido Bertolaso, warnte vor Panik. Die Lage sei unter Kontrolle.

Der Erdstoß am Gardasee ist das stärkste Beben in Italien seit November 2002. Damals waren in der süditalienischen Ortschaft San Giuliano di Puglia 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter 26 Kinder, die beim Einsturz einer Schule starben. Bei einem Beben 1997 in Umbrien starben ein Dutzend Menschen, außerdem wurden mittelalterliche Kirchen schwer beschädigt.

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