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Ö: EU-Vorsitz soll Atomausstieg einleiten

Die Europäischen Grünen fordern, dass sich Österreich während seiner EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020 bemüht.

Eine entsprechende Resolution wurde beim Treffen der europäischen Grün-Parteien am Sonntag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew beschlossen. Das meldete die finnische Nachrichtenagentur STT unter Berufung auf Grünen-Chefin Tarja Cronberg.

Ein entsprechender Resolutionsentwurf war auf Antrag der österreichischen Grünen in Kiew auf der Tagesordnung gestanden. Darin hieß es unter anderem: „Alle politischen Parteien Österreichs (…) haben bei etlichen Gelegenheiten offiziell erklärt, dass sie einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie in Europa anstreben (…) Daher sollte der österreichische EU-Vorsitz in der ersten Hälfte 2006 für eine neue europäische Initiative für die schrittweise Schließung der AKWs und die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energie und Energie sparender Technologien genutzt werden.“

Vertreter der europäischen Grün-Parteien trafen sich am Wochenende in Kiew zu ihrem dritten Vorstandstreffen. Angesichts der Nähe des AKW in Tschernobyl, wo vor knapp 20 Jahren der bisher schlimmste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie passierte, erinnerten die Grünen daran, dass die Auswirkungen von Tschernobyl auf die Gesundheit der Europäer noch immer nicht absehbar seien.

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