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Nur die Mittellage verschont

Bregenz - Dietrich Henschel weiß, wovon er spricht. Die Hauptpartie in Kreneks Oper „Karl V.“ ist extrem. Anfang der 1930er-Jahre geschaffen und 1938 in Prag uraufgeführt, zeichnet das Werk die Bemühungen von Kaiser Karl V. um ein christliches Weltreich nach. Proben-Bilder  Interview mit Christa Dietrich 

Sein Scheitern wird dabei im Spiegel von Kreneks Zeit skizziert. Der Künstler hatte geahnt, was kommt, bezog Stellung und wurde zur Emigration gezwungen.

Karl und Krenek

Kaiser Karl V. (1500–1558) wird von Regisseur Uwe Eric Laufenberg zudem als Lehrer gezeichnet, steht gleichzeitig aber auch für die Figur des Komponisten Krenek. Dass der Reformator Martin Luther in dieser Oper bzw. die deutschen Protestanten im 16. Jahrhundert auch für extrem rechte politische Gruppierungen im 20. Jahrhundert herhalten müssen, sieht Laufenberg dabei nicht als Gefahr im Sinne einer möglichen Fehlinterpretation, sondern als Herausforderung, der er sich mutig stellen wollte. „Was uns heute beschäftigt, können wir nicht alles mit der Figur Karl V. aufzeigen, die Frage ist immer, was wir aus der Katastrophe lernen.“

Mit dem Geschichtsunterricht, der in diesem Stück offenbar wird, hat Laufenberg zwar gehadert, die wirklichen Konflikte seien, je eingehender man sich mit dem Werk beschäftigt, aber „durchaus in Griff zu bekommen“. Übrigens, die beim Publikum mitunter noch spürbare Scheu vor der Zwölftonmusik ist locker zu zerstreuen. Kreneks „Karl V.“ ist hochdramatisches Musiktheater, das viel zu erzählen hat. Man lehne sich am besten den Worten Dietrich Henschels an, der Anfangs auch Sprödheit empfand, beim Hineinhören aber immer mehr Schönheit.

Interview mit VN-Kultur-Expertin Christa Dietrich zur Hausoper „Karl V.“:

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