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Nummer Zwei der Al-Kaida getötet

Top-Terrorist offenbar von Drohne getötet
Top-Terrorist offenbar von Drohne getötet ©AP
Die Nummer Zwei des Terrornetzwerks Al-Kaida, Abu Yahya al-Libi, ist nach Angaben eines hohen US-Beamten bei einem Drohnenangriff in Pakistan getötet worden.
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Der US-Angriff erfolgte am Montag im Nordwesten des Landes an der Grenze zu Afghanistan. Der libysche Geistliche galt als Nummer Zwei des Extremisten-Netzwerks, das seit Bin Ladens Tötung von dem Ägypter Ayman al-Zawahiri angeführt wird.

Theologe mit Chemie-Abschluss

In Kreisen der Extremisten hat der Theologe mit Chemie-Abschluss sich einen Namen als Experte für Neue Medien gemacht. 2005 war er aus einem streng bewachten Gefängnis auf dem US-Militärstützpunkt Bagram nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul geflohen.

Aus US-Kreisen verlautete, Al-Libi habe bereits mehrere Drohnenangriffe überlebt. Die Attacke am Montag in Nordwaziristan habe ihm gegolten. In den pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es, Al-Libi sei bei dem Angriff schwer verletzt worden und später in einer Privatklinik gestorben. Ein militanter Befehlshaber in Nordwaziristan mit engen Verbindungen zu ausländischen Kämpfern dementierte dies allerdings. Al-Libi sei nicht tot, sagte er. Es sei nicht das erste Mal, dass er für tot erklärt worden sei. “Die Amerikaner erleiden schwere Verluste in Afghanistan, also fallen sie darauf zurück, falsche Behauptungen zu erheben.” Der gesetzlose Nordwesten Pakistans ist ein Rückzugsgebiet für Taliban- und Al-Kaida-Extremisten, die in Afghanistan kämpfen.

Viele Extremisten im Dorf

Bewohner des Dorfs Hesokhel, in dem Al-Libi umgekommen sein soll, sagten, außergewöhnlich viele Extremisten hätten sich dort nach dem Angriff am Montag eingefunden. “Normalerweise begraben sie die Leichen nach einem Drohnenangriff in dem nächstgelegenen Friedhof”, sagte einer der Dorfbewohner. “Diesmal haben sie alle Leichen in ihre Fahrzeuge geladen und diese mitgenommen.”

Einer der Vertreter des Geheimdienstes sagte, die pakistanischen Behörden hätten Telefonate zwischen den Extremisten mitgehört. Dabei sei über den Tod eines “Scheichs” gesprochen worden, was auf einen hochrangigen religiösen Führer verweise. “Sie haben diese Person nicht beim Namen genannt, aber wir haben uns mit einigen unserer Informanten in der Gegend kurzgeschlossen und sie glauben, dass von Al-Libi die Rede war.”

Aus kürzlich veröffentlichten, von Bin Laden verfassten Briefen geht hervor, dass Al-Libi zu einer Handvoll von Al-Kaida-Vertretern zählte, auf die sich der Gründer der Extremisten-Gruppe stützte, wenn es darum ging, seine Anliegen Islamisten in der ganzen Welt zu vermitteln. Al-Libi, der 1963 geboren sein soll, sollte dabei vor allem die jüngeren Sympathisanten ansprechen. Nach US-Angaben veröffentlichte er 68 Mitteilungen im Namen von Al-Kaida. Er war in Videos der Extremisten zu sehen und eine der prominentesten Medienfiguren des Netzwerks, das seine Erklärungen häufig über das Internet verbreitet. Nach Einschätzung der US-Regierung, die im September vergangenen Jahres Finanzsanktionen gegen Al-Libi persönlich verhängte, trat nur Bin-Laden-Nachfolger Zawahiri häufiger in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

(APA)

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