Nuffinz: Zwei neue Investoren für Vorarlberger Fashion-Startup

Nuffinz-Gründer Andreas Gähwiler.
Nuffinz-Gründer Andreas Gähwiler. ©Nuffinz - Startup aus Vorarlberg
Andreas Gähwiler setzt alles auf eine Karte. Der Label-Gründer hat zwei Business Angels mit an Bord geholt und will 2020 voll durchstarten.

Was vor drei Jahren als kleine Start-up-Idee und mit einer Kickstarter-Kampagne begann, hat dieses Jahr erheblich an Fahrt aufgenommen: Trotz vieler Rückschläge und Widrigkeiten hat Andreas Gähwiler nämlich an seinem Traum vom eigenen Lifestyle-Label für Männer geglaubt und festgehalten. Diese Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Der Label-Gründer aus Bregenz konnte Ende 2019 zwei Vorarlberger Business-Angels gewinnen, die in Nuffinz investierten. “Als die beiden mit an Bord waren – der eine mit Kapital, der andere ebenfalls mit Kapital und gleichzeitig als Fulfillment-Partner – und an Nuffinz geglaubt haben, war für mich klar: jetzt oder nie, hop oder drop. Oder, um es in der Poker-Sprache zu sagen: All-In zu gehen."

Gegen den Wegwerf-Mode-Trend - 100 Prozent Bio-Baumwolle

Durch die neuen Partner haben sich nun für Nuffinz auch neue Möglichkeiten ergeben und die Kollektion seiner gestreiften Herren-Shorts um vier neue Farben (inkl. Unicolor) und T-Shirts umgehend erweitert. "Unsere Nuffinz Shorts gibt’s 2020 in vier neuen, zusätzlichen Farben, außerdem nicht nur gestreift, sondern auch in Unifarben, und wir haben jetzt auch T-Shirts als Komplettierung des Outfits." Aber das Wichtigste für den Label-Gründer: "Der Stoff ist nun aus 100% organischem, GOTS-zertifiziertem Bio-Baumwoll-Frottee, und wir haben einen neuen Partner: ein west-türkisches Traditionsunternehmen, gegründet 1900, mit eigenen Mühlen sowie nach dem HIGG-Index der Sustainable Apparel Coalition zertifiziert. Warum wir auf Bio-Baumwolle umgestellt haben? Weil mir diese ganze Wegwerf-Mode bzw. generell das Thema Fast-Fashion einfach zum Hals raushängt, ehrlich gesagt.”

Ökologischer Fußabdruck

Durch die Umstellung auf 100 Prozent Bio-Baumwoll-Frottee will das junge Vorarlberger Fashion-Label den kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Die Verpackung ist d2w-approved und besteht aus biologisch abbaubaren Kunststoff. "Heute haben wir ein ehrliches Produkt, das genau das widerspiegelt, was wir sind: nachhaltig, frech, direkt und mit einer realen Crowd dahinter, die einfache, bequeme Shorts ohne viel Schnickschnack liebt. Zudem wollen wir, dass unsere Shorts zeitlos sind und folgen deshalb auch keinen Trends."

Nuffinz ist in Gähwilers Selbstverständnis ein Label für Männer, die die bequemsten Shorts für die entspanntesten Momente im Leben wollen. "Es sind genau die Shorts, die man am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte“, ist der Nuffinz-Gründer überzeugt, der die Shorts und unter dem frechen Hashtag #freeyourballs auf den Markt bringt.

Locker-flockig um die Hüften

Mit Erfolg: “Die Leute, die eine oder mittlerweile sogar mehrere Nuffinz-Shorts haben, ziehen sie in der Regel so gut wie nicht mehr aus – nicht mal zum Schlafen”, schmunzelt Gähwiler. “Zum Schlafen sind die Shorts natürlich nicht konzipiert. Was ich wollte, war in erster Linie Shorts zu kreieren, die ich nach dem Kitesurfen anziehen kann. Shorts, die so bequem sind, wie das buchstäbliche Handtuch nach dem Duschen um die Hüfte. Solche, die du nach einer geilen Session auf dem Wasser zum Chillen und Abhängen anhaben willst. Also after Board. Oder after Sport. Shorts, die du zum Runterkommen, zum Entspannen, zum Abhängen anziehst – ob in der Hängematte, an der Bar, zur After-Party oder bei einem Bierchen mit Freunden am Strand – oder aktuell auch im Homeoffice. Shorts, die sich wie ein flauschiges Handtuch anfühlen, locker-flockig um die Hüften – und am Allerbesten mit Nichts drunter", preist er sein "Baby" im VOL.AT-Gespräch leidenschaftlich an, die es derzeit übrigens nur exklusiv bei Sajas in Feldkirch oder über den Online-Shop zu kaufen gibt.

Nuffinz-Gründer Andreas Gähwiler - Startup aus Vorarlberg ©Nuffinz

Das Motto: #freeyourballs

"Deshalb auch das Motto ,freeyourballs'. Denn yes, wir Männer – und das behaupte nicht nur ich – lieben das”, lacht Gähwiler. Der Name Nuffinz kommt übrigens von der Grundidee: Shorts, die so bequem sind, dass man(n) auch ohne was drunter loskann. Also “nothing”, im Slang “Nuffin”, underneath.

Nuffinz Ambassadors: Von coolen Dudes und verrückten Köpfen

Um die Marke bekannter zu machen setzt man bei Nuffinz vor allem auf Authentizität, Influencer und "Social Media", da aktuell keine großen Werbebudgets zur Verfügung stehen. Zum Beispiel Kitesurfer, coole Dudes oder kreativ-verrückte Köpfe. Da wir weder damals noch jetzt über ein riesiges Werbebudget verfügen, machen wir es nach wie vor so wie bei unserer ersten Shorts-Kollektion: Wir buchen einen Kitesurf-Trip, besorgen uns vor Ort einen Fotografen, schnappen uns dazu noch eine Go-Pro und sprechen wildfremde Leute mit der Frage an, ob sie uns unterstützen und Nuffinz-Models sein möchten. Das Schöne: Diese Menschen sagen in der Regel mit Begeisterung ,Ja' und werden von Fremden zu Freunden und in Folge zu Ambassadors (Botschaftern, Anm.d.Red.). Nuffinz ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Social Brand – mit echten Menschen dahinter, die unsere Shorts, die Story und nicht zuletzt ‘freeballing’ lieben”, so Label-Gründer Andreas Gähwiler abschließend. (VOL.AT/ms)

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