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NR-Wahl - NEOS erreichen in Vorarlberg ein Landesmandat

ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf verlor sein Direktmandat
ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf verlor sein Direktmandat ©APA (Themenbild)
Bregenz - Durch das starke Abschneiden in Vorarlberg mit einem Stimmenanteil von 13,2 Prozent hat NEOS im westlichsten Bundesland ein Landesmandat erobert.

Dieses dürfte voraussichtlich Gerald Loacker annehmen, der in Vorarlberg hinter Matthias Strolz den zweiten Listenplatz einnimmt.

Kopf verliert Direktmandat

Bei der ÖVP verlor Klubobmann Karlheinz Kopf sein Direktmandat, ist aber über ein Landesmandat abgesichert. Die SPÖ, die Freiheitlichen und die Grünen konnten ihre Mandate von 2008 – jeweils eines – verteidigen. Gemäß dem vorläufigen Ergebnis der heutigen Nationalratswahl waren in Vorarlberg 19.085 Stimmen für ein Mandat notwendig.

Norbert Sieber (ÖVP) wieder im Parlament

Der Stimmenanteil der Volkspartei reichte in Vorarlberg dafür, das Direktmandat im Wahlkreis Vorarlberg Nord zu halten. Damit wird Norbert Sieber – bereits von 2002 bis 2008 Nationalratsabgeordneter – wieder dem Parlament angehören. Er nimmt den Platz von Anna Franz ein, die nicht mehr antrat. Im Wahlkreis Vorarlberg Süd fehlten Klubobmann Kopf hingegen mehrere tausend Stimmen auf das Direktmandat. Kopf, seit 1994 Abgeordneter, kann aber über das erreichte Landeslistenmandat ins Bundesparlament einziehen.

Elmar Mayer vertritt SPÖ weiterhin

Die Vorarlberger SPÖ wird im Parlament wie bisher von Elmar Mayer (seit 2006) vertreten, für die SPÖ war das Erreichen des Landesmandats allerdings eine Zitterpartie. Ebenfalls als Nationalratsabgeordneter wird Bernhard Themessl (FPÖ) weiterarbeiten. Themessl schaffte den Sprung in den Nationalrat ebenfalls 2006, damals noch über die Bundesliste. 2008 reichte es für ein Mandat auf der Landeswahlkreisebene, so wie heuer. Mit Reinhard Bösch, Abgeordneter von 1999 bis 2008, könnte über die Bundesliste eventuell ein weiterer Vorarlberger FPÖ-Politiker ein Mandat bekommen.

Walser bereits seit 2008 im Parlament

Auch für die Grünen zieht mit Bildungssprecher Harald Walser ein bekanntes Gesicht erneut in den Nationalrat ein. Walser gehört dem Parlament seit 2008 an. Der ehemalige BZÖ-Abgeordnete und vormalige FPÖ-Bundesrat Christoph Hagen dürfte ebenso erneut im Nationalrat sitzen – dieses Mal für das Team Stronach und per Bundeslistenmandat. Für ein Landeslistenmandat war die Gruppierung um Frank Stronach in Vorarlberg zu schwach.

Mandate: Zuteilung nicht fix

Die Zuteilung der Mandate auf die Kandidaten ist allerdings noch nicht fix: Sie kann sich mit der Auszählung der Vorzugsstimmen und der Wahlkarten noch ändern. (APA)

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