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Notre Dame: Darum will die Kirche nicht für den Wiederaufbau spenden

Die katholische Kirche wird nicht für den Wiederaufbau der Notre Dame aufkommen.
Die katholische Kirche wird nicht für den Wiederaufbau der Notre Dame aufkommen. ©APA
Die katholische Kirche soll schätzungsweise 200 Milliarden Euro besitzen. Trotzdem will sie sich nicht finanziell am Wiederaufbau der schwer beschädigten Kathedrale Notre Dame beteiligen. Aus anderen Quellen wurde bereits fast eine Milliarde Euro zusammengetragen.
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Der Vatikan kündigte laut einem Bericht von “stern.de” an, mit Fachkompetenz, aber nicht mit Geld helfen zu wollen. Da die Kathedrale offiziell dem Staat Frankreich gehört, beschloss der Päpstliche Kulturrat, dass auch Frankreich für die entstandenen Schäden aufkommen muss. Außerdem habe der Staat genug finanzielle Mittel. Dies gilt jedoch nicht nur für Frankreich, sondern auch für die katholische Kirche, die wohl reichste Glaubensgemeinschaft der Welt.

Wie viel die katholische Kirche genau besitzt, weiß niemand so genau. Einer Schätzung des Sozialwissenschafters Carsten Frerk aus dem Jahr 2013 zufolge beläuft sich das Vermögen der Kirche auf etwa 200 Milliarden Euro. Haupteinnahmequellen der Kirche seien dabei die Kirchensteuer, Vermögenserträge und Staatsleistungen.

Milliardärsfamilien spenden Hunderte Millionen

Mehrere französische Milliardärsfamilien hatten kurz nach dem Brand Spenden über Hunderte Millionen Euro versprochen – darunter die Familien Arnault, Bettencourt und Pinault. Die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine hat eine Spendensammlung gestartet und eine entsprechende Webseite eingerichtet. Sie brach zwischenzeitlich zusammen. Dort waren am Mittwochvormittag schon fast elf Millionen Euro zusammengekommen.

“Heute Morgen waren es fast 900 Millionen. Ich denke, wir werden heute noch die Milliardengrenze überschreiten”, sagte der Fernsehmoderator Stephane Bern, der im Auftrag von Staatschef Emmanuel Macron für die Renovierung historischer Baudenkmäler in Frankreich zuständig ist, am Mittwoch dem Sender RMC. Er erhalte Spenden aus vielen Ländern für die berühmte Kathedrale im Herzen von Paris, in der am Montagabend ein heftiges Feuer ausgebrochen war.

Wiederaufbau von Notre-Dame

Nicht versichert

Schnell kam in Frankreich die Frage nach den Kosten für dieses gewaltige Projekt auf – und wer diese trägt. Die Kathedrale sei im staatlichen Besitz und somit nicht im klassischen Sinne versichert, berichtete die Zeitung “Le Monde” unter Berufung auf den französischen Versicherungsverband. Der Staat sei in diesem Falle sein eigener Versicherer. Zwar, so die Zeitung weiter unter Berufung auf einen Experten, seien viele Gebäude wie etwa der Eiffelturm auf Teilschäden versichert. Die Schadensdeckung liege aber deutlich unter den maximalen Kosten, die ein Schaden verursachen könne. Außerdem wären die zu zahlenden Versicherungsprämien für derartige Kulturdenkmäler exorbitant hoch.

Gelingen des Wiederaufbaus nicht sicher

Der Kunsthistoriker Stephan Albrecht von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sieht diese Wiederaufbau-Pläne mit Skepsis. Der Dachstuhl gehe auf eine Holzkonstruktion aus dem 13. Jahrhundert zurück, deren Baupläne nicht mehr verfügbar seien. “Es gibt nur vage Zeichnungen, wie das ausgesehen hat”, sagte Albrecht der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Er könne sich daher nicht vorstellen, dass der Dachstuhl wieder aus Holz aufgebaut wird.

Aufbau in fünf Jahren

Kurz nach dem Ausbruch des Feuers hatte Macron schon versprochen, das Jahrhunderte alte Bauwerk wieder aufzubauen. In einer Fernsehansprache am Dienstag kündigte er an, dass dies binnen fünf Jahren passieren sollte. Er nannte die Franzosen ein “Volk von Baumeistern”. Macron fügte hinzu: “Im Laufe unserer Geschichte haben wir Städte, Häfen und Kirchen gebaut. Viele sind verbrannt oder zerstört worden (…). Jedes Mal, haben wir sie wieder aufgebaut.

Promis kritisieren Spendengelder

(APA/Red.)

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