AA

Notgroschen und Vorsorge: Vorarlberger sparen im Schnitt 221 Euro im Monat

Niedrige Zinsen: Zufriedenheit mit Sparleistung auf Tiefststand.
Niedrige Zinsen: Zufriedenheit mit Sparleistung auf Tiefststand. ©APA
Dornbirn. Mit den Zinsen sinkt auch die Bereitschaft zu sparen: Nicht zuletzt, weil es die Zinslandschaft den Sparern derzeit nicht leicht macht, erachten immer weniger Österreicher sparen für wichtig. Vorarlberger legen dennoch wert auf einen Notgroschen, durchschnittlich landen 221 Euro monatlich im "Sparstrumpf". 

Das ist das Ergebnis der IMAS-Sparstudie 2015 im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. Sind Sie mit Ihrem Sparbetrag zufrieden, wurde dort etwa gefragt. Fast jeder zweite Vorarlberger und damit 49 Prozent meinen “Ja”. Gespart werden dabei durchschnittlich 221 Euro im Monat. Die Statistik zeigt: Der Sparbetrag, den Vorarlberger zur Seite legen, stieg dabei im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich. Und der Vorarlberger spart ein wenig mehr als der österreichische Durchschnitt, der monatlich 201 Euro zur Seite legt.

sparen stat

Niedrige Zinsen: Zufriedenheit mit Sparleistung auf Tiefststand

Und dennoch: Die Bereitschaft zu sparen ist in Österreich im Sinken begriffen. Während in Vorarlberg 41 Prozent – 2014 waren es noch 47 Prozent – das Sparen als “sehr wichtig erachten, waren es österreichweit nur mehr ein Drittel (33 Prozent). Das liegt nicht zuletzt an den niedrigen Zinsen. Dementsprechend hat die Zufriedenheit mit der  Sparleistung auch in Vorarlberg seit Beginn der Befragungen im Jahr 2006 einen Tiefststand erreicht. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt der durchschnittliche Sparbetrag nur rund die Hälfte von heute ausmachte, nämlich 133 Euro.

Die Reaktionen auf die Niedrigzinsen würden höchst unterschiedlich ausfallen, berichten die Vorarlberger Sparkassen am Donnerstag: Rund ein Fünftel der Befragten (18 Prozent) in Vorarlberg beachte diesen Umstand gar nicht und lasse das Ersparte einfach am Girokonto liegen. Rund ein Drittel (33 Prozent) habe das Geld an Verwandte weiter geschenkt. Und 38 Prozent der Befragten entschieden sich für den Ankauf von Immobilien, Wertpapieren beziehungsweise Gold.

Sparbuch steht weiter hoch im Kurs

Weiterhin setzen Vorarlberger dabei auf altbekannte Sparformen wie das Sparbuch (79 Prozent) und Bausparen (61 Prozent). Im Vergleich zum restlichen Österreich liegen im Ländle jedoch auch Wertpapiere, die staatlich geförderte Pensionsvorsorge und Immobilien hoch im Kurs.

Notgroschen und Altersvorsorge

Und wofür wird in Vorarlberg gespart? An oberster Stelle stehe nach wie vor der Notgroschen (85 Prozent). “Glücklicherweise besteht in Vorarlberg ein erhöhtes Bewusstsein dafür, dass wir schon jetzt für unseren Lebensstandard im Alter vorsorgen müssen”, resümiert Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Während 2014 noch 44 Prozent die Altersvorsorge als Sparziel angaben, waren es 2015 bereits 53 Prozent. (red)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft Vorarlberg
  • Notgroschen und Vorsorge: Vorarlberger sparen im Schnitt 221 Euro im Monat
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen