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Nordossetien macht Moskau mitverantwortlich

Für den verheerenden Ausgang des Geiseldramas von Beslan waren nach Einschätzung eines nordossetischen Untersuchungsausschusses die Behörden in Moskau mitverantwortlich. In Beslan starben 330 Menschen.

In seinem Abschlussbericht, dessen Ergebnisse die Wochenzeitung „Wlast“ am Dienstag veröffentlichte, wirft der Ausschuss den Behörden vor allem vor, mit den Geiselnehmern keine erfolgversprechenden Verhandlungen geführt zu haben. Bei der Erstürmung der Schule 1 in Beslan waren am 3. September 2004 insgesamt 330 Menschen ums Leben gekommen. Der Bericht des nordossetischen Ausschusses soll im kommenden Monat vollständig veröffentlicht werden, der Ausschussvorsitzende Stanislaw Kessajew äußerte sich aber vorab in „Wlast“.

Die Verantwortlichen des Dramas müssten bestraft werden, forderte der nordossetische Ausschuss. Neben dem Geiselnehmer-Kommando seien auch der russische Geheimdienst und die russische Polizei für den blutigen Ausgang des Dramas verantwortlich. Bis heute sei nicht bekannt, wo sich der russische Geheimdienstchef Nikolaj Patruschew und Innenminister Raschid Nurgaljew zwischen dem Beginn der Geiselnahme am 1. September und der Erstürmung der Schule am 3. September aufhielten.

Rund hundert Mitglieder zweier russischer Spezialeinheiten gedachten unterdessen ihrer bei der Erstürmung der Schule getöteten zehn Kollegen. Sie legten in der Sporthalle der Schule am Dienstag zehn Kränze nieder. „Wir wollen diesen Männern Ehre erweisen, die gestorben sind, um Menschenleben zu retten“, erklärte General Waleri Kuglow.

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