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Nordkoreanische Trauerdelegation in Seoul

Vor dem Staatsbegräbnis für den verstorbenen südkoreanischen Ex-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Kim Dae-jung ist am Freitag eine offizielle Beileidsdelegation aus Nordkorea in Seoul eingetroffen.

Das teilte ein Flughafensprecher mit. Die sechs ranghohen Vertreter Pjöngjangs wollen dem Initiator der auf Aussöhnung ausgerichtet gewesenen “Sonnenscheinpolitik” die letzte Ehre erweisen.

Der am Dienstag 83-jährig verstorbene Staatsmann hatte sich während seiner Amtszeit als Präsident 1998-2003 um die Entspannung zwischen den beiden koreanischen Staaten verdient gemacht, die in dem historischen Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il im Jahr 2000 in Pjöngjang gipfelte.

Kim Dae-jungs Leichnam ist im Parlamentsgebäude aufgebahrt. Kim Jong-il hat einen persönlichen Trauerkranz nach Seoul schicken lassen. Kim Jong-il ist Partei- und Armeechef, aber nicht nominell Präsident. Mit dem Besuch der Sondergesandten aus Anlass der Beisetzungsfeierlichkeiten könnte sich die Chance auf einen neuen Dialog zwischen Nord- und Südkorea bieten, deren Verhältnis sich seit dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak weiter verschlechtert hat.

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