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Nordkorea testet Atombombe: Erschütterungen reichen bis nach Österreich

Kim Jong-Un
Kim Jong-Un ©AFP PHOTO/KCNA VIA KNS
Trotz eines internationalen Verbots hat Nordkorea allem Anschein nach zum fünften Mal eine Atombombe zu Testzwecken gezündet.

Nach Angaben der südkoreanischen Regierung handelte es sich dabei um den bisher stärksten Atomwaffentest. Die Erschütterungen und Signale aus Nordkorea wurden auch in Österreich von Erdbebenmessgeräten registriert.

Mehr als zehn Minuten brauchten die Wellen nach Europa

Der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) konnte in der Nacht auf Freitag um 0:41 (Weltzeit) ungewöhnliche seismische Signale aus Nordkorea mit einer Magnitude von 5,3 messen. Die Charakteristik der Signale lässt auf eine Explosion schließen, teilte die ZAMG am Freitag in einer Aussendung mit.

Das Epizentrum der von der ZAMG gemessenen Erschütterungen liege in der Nähe der Punggye-ri Testbasis in Nordkorea und stimme damit mit den Orten der vergangenen Tests von 2006, 2009, 2013 und Jänner 2016 überein. Die Explosion habe um 0:30 Uhr (Weltzeit) stattgefunden. Die seismischen Wellen erreichten Österreich nach 11,5 Minuten um 0:41 Uhr (Weltzeit).

Atomtest beunruhigen Behörden

Die UN-Behörde zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBTO) sprach von einem “unüblichen seismischen Ereignis”. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) bezeichnete den mutmaßlich fünften Atomwaffentest Nordkoreas als “zutiefst beunruhigenden und bedauerlichen Akt”.

Der Atomtest am Freitag hatte Experten zufolge eine größere Sprengkraft als die Atombombe, die die USA im Zweiten Weltkrieg auf Hiroshima abwarfen. Der zweite Atomtest Nordkoreas innerhalb weniger Monate löste weltweit Besorgnis aus.

(APA/red)

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