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Nordkorea: Neu Runde über Atomprogramm

Die neuen Verhandlungen mit Nordkorea über ein Ende seines Atomwaffenprogramms beginnen am 8. November in Peking. Das bestätigte am Dienstag die südkoreanische Regierung.

Nordkorea zeigte sich zur Teilnahme bereit. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang bekräftigte, Nordkorea halte sich an die Grundsätze der gemeinsamen Erklärung vom September und wolle durch Dialog eine koreanische Halbinsel ohne Atomwaffen erreichen.

Nach südkoreanischen Angaben geht es in der fünften Runde der Sechs-Staaten-Gespräche (Nord- und Südkorea, USA, China, Japan, Russland) um einen „konkreten Aktionsplan“, der viel Geduld und Zeit erfordere. Bei der letzten Runde hatte Nordkorea grundsätzlich einen Verzicht auf sein Atomwaffenprogramm im Gegenzug für wirtschaftliche Hilfen und eine politische Normalisierung zugesagt. Doch gab es umgehend Streit über die vage in Aussicht gestellte Lieferung eines Leichtwasserreaktors und die Frage, welche Schritte zuerst erfolgen müssten. Der nordkoreanische Sprecher warf den USA vor, mit ihrer Forderung, Nordkorea müsse zuerst sein Atomwaffenprogramm sistieren, gegen die Vereinbarung zu verstoßen.

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao reist am Freitag auf Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il zu einem dreitägigen Besuch nach Nordkorea. Es war unklar, ob die Reise neue Impulse für die neuen Atomgespräche Anfang November bringen kann. Die fünfte Runde erfolgt noch vor dem Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) am 18. und 19. November in Südkorea und dem unmittelbar darauf folgenden Besuch von US-Präsident George W. Bush in Peking.

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