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Nordkorea lässt Atomrunde warten

Nordkorea hat sich bisher nicht auf Grundsätze für ein Ende seines Atomwaffenprogramms festlegen lassen. Russlands Chefunterhändler Alexejew rechnet mit einem Abschluss der vierten Gesprächsrunde bis zum Wochenende.

Während sich die USA, China, Südkorea, Japan und Russland bei den Atomgesprächen in Peking über den Entwurf für eine Abschlusserklärung einig sind, ließ Nordkorea die Runde auch am Donnerstag auf seine Antwort warten. Am zehnten Verhandlungstag kamen die Delegationen deswegen nur zu bilateralen Gesprächen zusammen, wie Delegationskreise berichteten.

Russlands Chefunterhändler Alexander Alexejew rechnet mit einem Abschluss dieser vierten Gesprächsrunde bis zum Wochenende. Der Vizeaußenminister, der zwischenzeitlich nach Moskau gereist war, kehrte am Donnerstag zur Schlussphase nach Peking zurück. Ohne eine Einigung auf die geplante Erklärung, die Gastgeber China erarbeitet hat, müssten die Gespräche als gescheitert gelten. Dies würde den Prozess der Sechser-Runde insgesamt in Frage stellen.

US-Chefunterhändler Christopher Hill forderte vor Journalisten Klarheit über die Grundsätze für den weiteren Verhandlungsverlauf. Er wolle genau wissen, worauf sich Nordkoreas Delegation bisher überhaupt eingelassen habe. Er werde „solange bleiben, wie ich das Gefühl habe, dass es sinnvoll ist, hier zu sein“, sagte Hill. Die USA suchen eine Grundsatzvereinbarung über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms. Besonders strittig sind die friedliche Nutzung der Atomkraft oder auch die zeitliche Abfolge einzelner Schritte.

Für eine eventuelle Aufgabe der Atomoption fordert Pjöngjang ein Ende der aus seiner Sicht feindlichen Haltung der USA gegenüber Nordkorea, eine Normalisierung der Beziehungen, Sicherheitsgarantien, Wirtschaftshilfe und Energielieferungen.

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