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Nordkorea kehrt an Verhandlungstisch zurück

Nach mehr als einjährigen Stillstand haben vier asiatische Staaten sowie die USA und Russland ihre Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm am Dienstag fortgesetzt.

Der Delegationsleiter des kommunistischen Landes, Vizeaußenminister Kim Kye Gwan, sagte zum Auftakt der Sechs-Parteien-Gespräche in Peking, Pjöngjang strebe eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel an.

Der amerikanische Unterhändler Christopher Hill bekräftigte, die USA beabsichtigten nicht, Nordkorea anzugreifen. Washington erkenne die Souveränität an, versicherte der Unterstaatssekretär im Außenministerium. Bei einem Erfolg der Verhandlungen stellte er Zugeständnisse Washingtons in Sicherheitsfragen und bei den Energieproblemen in Aussicht. Auch Südkorea erklärte sich in dem Fall zu Hilfen bei der Elektrizitätsversorgung seines verarmten Nachbars bereit.

An der vierten Verhandlungsrunde nehmen auch China, Japan und Russland teil. Anders als bei den früheren Beratungen, die für einige Tage angesetzt waren, ist diesmal kein Schlussdatum festgesetzt. Hill erklärte, die US-Delegation werde in Peking bleiben, so lange es Fortschritte gebe.

Pjöngjang hatte im Februar den Besitz von Atomwaffen bestätigt und seine Teilnahme an den Sechs-Parteien-Gesprächen aufgekündigt. De facto lagen die Verhandlungen schon seit einem ergebnislosen Treffen im Juni 2004 auf Eis. Vor drei Wochen erklärte sich Nordkorea überraschend zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch bereit, nachdem die USA die Souveränität Nordkoreas bekräftigt hatten.

Die Beziehungen der beiden Staaten waren auch durch eine Bemerkung von US-Außenministerin Condoleezza Rice belastet worden, die den kommunistischen Staat als „Außenposten der Tyrannei“ bezeichnet hatte. Die Verhandlungspartner wollen den kommunistischen Staat dazu bewegen, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben. Beobachter rechnen nicht mit einem Durchbruch in der vierten Verhandlungsrunde, da die Positionen Pjöngjangs und Washingtons zu weit auseinander liegen.

Für US-Unterhändler Hill ist es die erste Verhandlungsrunde. Er dürfte von Washington mehr politischen Spielraum haben als sein Vorgänger James Kelley. Doch auch Hill erklärte vor Beginn der Beratungen, er rechne mit weiteren Verhandlungsrunden.

Derweil teilte Südkorea mit, die zugesagte Lebensmittelhilfe für den Norden sei angelaufen. Rund 100 mit Reis beladene Lastwagen rollten nach Nordkorea, am Samstag beginnt der Transport auf dem Seeweg. Bis Ende des Jahres sollen 500.000 Tonnen Reis in das verarmte Land gebracht werden.

EU stellt Nordkorea weitere Hilfe in Aussicht

Die Europäische Union hat Nordkorea im Zuge der wieder aufgenommenen Gespräche über das Atomprogramm des kommunistischen Landes weitere Hilfe angeboten. Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte am Dienstag in Brüssel, die Verhandlungen in Peking seien ein positives Signal. „Wir sind in eine neue Phase eingetreten, die hoffentlich Ergebnisse zeigen werden“, sagte Solana. EU-Vertreter ergänzten, die Gemeinschaft sei zu weiterer Hilfe für das Land bereit.

Mit Nordkorea verhandeln die USA, Japan, China, Russland und Südkorea. Die Gespräche wurden nach mehr als einjährigem Stillstand am Dienstag wieder aufgenommen. Die EU hatte vergangenen Monat Hilfsgüter im Wert von 10,7 Millionen Euro für Nordkorea bereitgestellt. Solana betonte: „Wir werden uns auch weiterhin engagieren.“ Der EU-Außenbeauftragte wird noch diese Woche am Rande eines Treffens der ASEAN-Staaten in Laos mit dem nordkoreanischen Außenminister Paek Nam Sun zusammentreffen.

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