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Nordkorea: Gespräche zur Atomkrise abgesagt

Nordkorea hat die nächste Verhandlungsrunde über sein umstrittenes Atomprogramm abgesagt. Das Außenministeriums erklärte, Nordkorea könne an dem geplanten Arbeitstreffen auf Grund der „feindseligen Haltung“ Washingtons nicht teilnehmen.

Ein Sprecher nannte US-Präsident Bush einen „tyrannischen politischen Idioten“, der Adolf Hitler in den Schatten stelle.

Bush habe bösartige Beschimpfungen und Verleumdungen gegen die nordkoreanische Führung unter Kim Jong Il ausgestoßen. „Das beweist eindeutig, dass die Demokratische Volksrepublik Korea Recht hatte, als sie anmerkte, dass er ein politischer Idiot ist, der bar jeder grundlegenden Moral als Mensch und ein Bösewicht ist und weniger ein Politiker“, sagte der Sprecher. „Bush ist ein Tyrann, der Hitler in den Schatten stellt.“

Der Sprecher sagte, es sei wegen der feindseligen Politik der USA unmöglich gewesen, die Sechs-Parteien-Gespräche auf Arbeitsebene zu führen. Angesichts dieser Politik sehe Nordkorea keine Veranlassung mehr, weiter an den Verhandlungen teilzunehmen. Die Gespräche waren für August geplant, kamen bisher aber nicht zu Stande. Auch ein Termin für Gespräche auf höherer Ebene zwischen Vertretern der USA, Nordkoreas, Südkoreas, Chinas, Japans und Russlands ist offen.

Die nordkoreanische Führung hat Diplomaten zufolge allerdings oft vor Gesprächen den Ton verschärft, bevor sie an den Verhandlungen teilnahm oder Kompromisse einging. Aus südkoreanischen Regierungskreisen erfuhr Reuters zudem, dass Nordkorea nicht eindeutig die Gespräche ausgeschlossen habe. Auch seien es noch fünf Wochen bis Ende September. Bis dahin sollen die Sechs-Parteien- Gespräche abgehalten werden.

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