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Niki Hosp triumphiert in Aspen

Auch der dritte Saisonslalom im Ski-Weltcup der Damen ist zur Beute einer ÖSV-Läuferin geworden. Nicole Hosp triumphierte in Aspen dank eines fulminanten zweiten Laufs.

Österreichs Skidamen haben auch den dritten Saisonslalom gewonnen. Am obersten Podest stand am Sonntag in Aspen aber nicht Seriensiegerin Marlies Schild, sondern Nicole Hosp. Die 24-Jährige siegte dank eines fulminanten zweiten Laufes 1,19 Sek. vor Halbzeit-Leaderin Tanja Poutiainen sowie 1,34 auf Teamkollegin Kathrin Zettel und rückte mit ihrem ersten Saisonsieg der im Weltcup führenden Schild auf 17 Punkte nahe.

Schild war nach dem ersten Lauf mit 0,65 Sek. Rückstand “nur” Siebente gewesen, riskierte dann auf der ruppigen Weichschnee-Piste alles und fädelte im zweiten Lauf ein. “Ich hätte mich im Kopf besser darauf einstellen sollen. Ich bin im ersten Durchgang einfach nicht ins Fahren gekommen”, erklärte die Salzburgerin, die zuvor die Slaloms auf der Reiteralm und in Panorama gewonnen hatte und am Vortag mit Startnummer eins überraschend Zweite in der umstrittenen Abfahrt geworden war.

So lag es an Hosp und Zettel, dass die ÖSV-Damen auch im 23. Weltcup-Slalom in Folge auf das Podest kamen und die dreiwöchige Nordamerika-Serie mit zwei Siegen und sieben Podestplätzen in sechs Rennen einen perfekten Abschluss fand. Obwohl auch die Slalom-Piste, auf der am Vortag die höchst fragwürdige Abfahrt stattgefunden hatte, schnell an Qualität verlor, griff das nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Michaela Kirchgasser auf ein Quintett geschrumpfte ÖSV-Rumpfteam bedingungslos an.

So schaffte die junge Simone Streng einen beachtlichen 15. Platz. Zettel lag dreimal fast am Boden, dennoch prolongierte sie als Dritte aber ihre tolle Aspen-Serie. Hosp verblüffte mit ihrer famosen Fahrt alle. Als vorletzte Läuferin stürmte sie trotz miserabler Piste mit zweitbester Laufzeit überlegen an die Spitze. “Ich habe wohl einen Traumlauf erwischt, dabei habe ich mir brutal hartgetan und war oft am Limit”, erzählte sie überglücklich. Riesenlob kam von Teamchef Herbert Mandl: “Das war eine sensationelle Leistung auf dieser schlechten Piste.” Hosp hatte am Vortag auf die Abfahrt verzichtet, obwohl sie Mitfavoritin gewesen war.

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