"Niemand wird hängen gelassen"

Die Unwetterkatastrophe vom August hat in Vorarlberg einen Gesamtschaden von 188,7 Millionen Euro verursacht. Das Land nutzt alle Finanzierungsmöglichkeiten, um rasch zu helfen. O-Töne

Zur Schadensbehebung werden neben dem Katastrophenfonds und privaten Spenden verschiedenste Finanzierungsmöglichkeiten, z.B. über die Wohnbauförderung, genutzt, um rasch zu helfen und Existenzen zu sichern, sagte Landeshauptmann Herbert Sausgruber, heute, Dienstag im Pressefoyer. Auch vom Prinzip “keine Neuverschuldung” rückt das Land vorübergehend ab.

“Ziel ist es, nach dem Hochwasser Privaten, Betrieben und Gemeinden zu helfen und niemanden hängen zu lassen. Das bedeutet außergewöhnliche Belastungen für die Landesbudgets der nächsten Jahre und erfordert daher außergewöhnliche Maßnahmen”, so Sausgruber. Im Jahr 2006 werden daher neben dem Verkauf von Landesanteilen an der Gasgesellschaft auch zehn Millionen Euro an neuen Schulden aufgenommen. In den folgenden Jahren werden – falls nötig – weitere Mittel durch eine vorgezogene Ablöse des Illwerke-Heimfallsrechtes flüssig gemacht. Ab 2007 soll laut Sausgruber jedenfalls wieder ausgeglichen budgetiert werden.

Zum Schadensausmaß sei zu betonen, dass durch die in den letzten Jahren realisierten Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung und des Flussbaus sowie durch das gut funktionierende regionale Krisenmanagement noch Schlimmeres verhindert werden konnte. Sausgruber: “Der Wert regionaler Sicherheitsstrukturen hat sich einmal mehr gezeigt.”

Für Landesrat Erich Schwärzler gilt es nun allfälligen künftigen Ereignissen wirksam vorzubeugen: “Das erfordert die Umsetzung von Sofortmaßnahmen. Die Sicherheit darf nicht auf die Wartebank geschoben werden.” Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger bekräftigte dies. Derzeit wird auf 135 Baustellen etwa an der Sicherung der Uferlinien gearbeitet. Bereits im Juli 2005 wurde beim Bund ein langfristiges Hochwasser-Aktionsprogramm angemeldet, dessen technische Grundlagen derzeit aktualisiert werden.

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