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Nick Faldo mit Traumgolf in Braz

Golf-Superstar Nick Faldo gab im GC Bludenz-Braz einen Tag Golf-Nachhilfe und sprach im "VN"-Interview über seinen Beruf, Markus Brier und Automobile.

Die ,,VN“ hatten nicht nur das außergewöhnliche – und nervenzerfetzende – Glück, in Nick Faldos Flight gelost zu werden (eine Art golfsportlicher Lotto-Sechser), sie führten mit dem sechsfachen Major-Sieger, 40-fachen Turniersieger, vertreten in der ,,World Golf Hall of Fame“ vor dem Turnier ein exklusives Gespräch im ebenso exklusiven Fond einer Maybach-Limousine.

VN: Herzlichen Glückwunsch, Mr. Faldo. Nächsten Mittwoch (18. Juli) feiern Sie Ihren 50. Geburtstag. Wird sich da etwas Wesentliches ändern in Ihrem Leben?

Faldo: Nein, da wird sich gar nichts Wesentliches ändern. Ich werde weiterhin mein Leben so führen, wie es jetzt ist und wie es mir gefällt. Ich möchte weiter die Fernseharbeit machen für die USA und weltweit, als Designer von Golfplätzen und Golfmode tätig sein und Golf spielen natürlich.

VN: Man hört, dass Sie eventuell an der European Seniors Tour teilnehmen werden.

Faldo: Nein, das werde ich nicht. Ich bin viel zu beschäftigt mit dem, was ich derzeit mache. Nur ein einziges Turnier der Seniors Tour möchte ich heuer spielen: Muirfield in Schottland, wo ich die British Open gewonnen habe.

VN: Wie gefällt Ihnen die Golfanlage in Braz? Mögen Sie als Flachländer diese alpinen Golfkurse in den Bergen?

Faldo: Von Braz habe ich noch nicht viel gesehen. Schaut aber ziemlich anstrengend aus. Die malerische Umgebung und den Blick auf die Berge finde ich wunderbar.

VN: Was sagt Ihnen Vorarlberg mit seinen exzellenten Skigebieten? Sind Sie das erste Mal hier?

Faldo: Ich war überhaupt ganz selten in Österreich und kenne nur Fontana in der von Nähe von Wien, wo ich gegen Colin Montgomerie gespielt habe. Sonst weiß ich nicht viel über euer Land, außer dass hier Niki Lauda und Franz Klammer zu Hause sind. Vom Skilaufen habe ich leider keine Ahnung.

VN: Wie viele Stunden muss ein Golfprofessional pro Tag trainieren, um ähnlich erfolgreich zu werden wie Sie?

Faldo: Den ganzen Tag. Jeden Tag mindestens acht Stunden.

VN: Und wie viel Zeit wenden Sie jetzt auf fürs Üben?

Faldo (lacht): Ach, manchmal sind es nur zehn Minuten, wie heute zum Beispiel. Und ich spiele nur noch drei Turniere pro Jahr. (Im Anschluss an das Interview gab Faldo den Turnierteilnehmern und Gästen eine einstündige Pro-Stunde auf der Driving Range.)

VN: Was war Ihr größter Erfolg?

Faldo: Ich denke, 1990 war mein bestes Jahr, da gewann ich die US Open, die British Open und andere große Turniere. Aber auch 1992 war ein großes Jahr.

VN: Austrian Open, China Open, Top-Platzierungen: Das erste Mal gab es für einen Österreicher Siege auf der European Tour? Dürfen wir Sie als Ryder-Cup-Captain 2008 fragen, ob Markus Brier eine Chance hat, in das europäische Team aufgenommen zu werden?

Faldo: Selbstverständlich hat er die, wenn er weiterhin solche Leistungen bringt. Aber der Captain kann nur zwei Spieler von sich aus nominieren. Die übrigen zehn sind nach der Rangliste qualifiziert.

VN: Sie sind verheiratet und haben vier Kinder. Spielen Ihre Frau und die Kinder ebenfalls Golf? Wächst schon der nächste Nick Faldo heran?“

Faldo: Die Mädchen spielen kein Golf, sie betreiben andere Sportarten. Aber Matthew möchte Golfpro werden und zeigt entsprechendes Talent.“ (Matthew kam mit seinem Vater nach Braz, der 16-Jährige spielt Handicap 6, wurde beim Maybach-Turnier zweiter mit seinem Flight.)

VN: Was ist das Wichtigste, wenn man gut Golf spielen möchte? Und was kann falsch machen?

Faldo: Auch der Freizeitgolfer muss eine gewisse Leidenschaft für diesen Sport mitbringen und darauf achten, dass er einen guten Pro findet, der ihm das beibringt, was für ihn am besten ist. Falsch ist es, vor den Schwierigkeiten Angst zu haben. Wer Angst hat, schießt ins Out.

VN: Sie sind mit Seve Ballesteros, Bernhard Langer, Sandy Lyle, Ian Wosnam einer der ,,Big Five“. Treffen Sie sich manchmal zu einer Runde? Haben Sie wirklich gute Freunde unter den Spielern?

Faldo: Nein, für Privatrunden oder -treffen bleibt keine Zeit. Wenn ich Freizeit habe, dann möchte ich sie am liebsten mit meiner Familie verbringen. Das ist das, was ich neben meinem Faldo-Golf-Institute am liebsten mache. Wir Spieler leben zu sehr in verschiedenen Weltgegenden, aber wir respektieren einander natürlich.

VN: Welche sind für Sie die schönsten Golfkurse weltweit?

Faldo: Wenn ich mir’s aussuchen kann, spiele ich am liebsten einen schönen Links-Kurs in Schottland oder Irland.

VN: Wie ist Ihre Beziehung zu Automobilen?

Faldo: Oh ja, ich mag tolle sportliche Autos und hatte auch immer welche. Jetzt fahre ich diese wunderbaren Maybachs. Ich habe einen in Florida und einen in London.


ZUR PERSON

Nick Faldo

  • ist der erfolgreichste Golfspieler Europas
  • Geboren: 18. Juli 1957
  • Geburtsort: Welwyn Garden City
  • Nationalität: England
  • Familienstand: verheiratet, vier Kinder
  • Beruf: Profi seit 1976, Designer von Golfplätzen, Golfanalyst CBS und Golf Channel
  • Turniersiege: 40
  • Majorsiege: 6
  • Auszeichnungen: Sir Henry Cotton Rookie of the Year Award (1977) BBC Sports Personality of the Year 1989 Tour Player of the Year 1989, 1990 und 1992 PGA-Tour-Player of the Year 1990 MBE 1998 (Most Excellent Order of the British Empire/britischer Ritterorden) World Golf Hall of Fame (1997)

    Nick Faldo mit Traumgolf in Braz

    Der “Maybach Golf Cup 2007” machte es möglich, dass Europas erfolgreichster Golfspieler aller Zeiten von Schottland (Präsenz bei den ,,British Open“) mit dem Lufthansa Private Jet eingeflogen, von Zürich per Maybach spät abends nach Lech zur Players Party ins Hotel Arlberg gebracht wurde und am Samstag die vom GC Bludenz-Braz hervorragend organisierte dritte Runde des Maybach-Cups spielte.

    Faldo kam, die Maybachs kamen, die Mercedes SLR kamen – und jener, der für ein Hole in one auf Loch 18 zu gewinnen gewesen wäre, fuhr (leider) auch wieder zurück nach Stuttgart. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen an diesem Traumtags-Golffest, an dem Topmanager von Daimler-Benz, der Deutschen Lufthansa, weiteren Sponsoren des Maybach-Cups, dessen Botschafter Nick Faldo ist, und des Vorarlberger Wirtschaftslebens teilnahmen. Ein großer Erfolg für den GC Bludenz-Braz, der schon auf einen Maybach Cup 2008 hoffen darf.

    Florida als Belohnung

    Sportliche Bilanz: Wolfgang Heller und Wolfram Stark (GC Bludenz-Braz) und Alex Fitz (GC Lindau Bad Schachen) haben sich mit dem viel bejubelten Rang eins und dem Salzburger Pro Jochen Lupprian für das Maybach-Cup-Finale in West Palm Beach auf dem Trump-Golfkurs qualifiziert. Sie vertreten im Herbst das Ländle in Florida, wo der Faldo als TV-Kommentator für CBS und Golf Channel überwiegend tätig ist.

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