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"Nicht zu akzeptieren": Schwärzler kündigt Gespräch mit Fitnessstudio an

Integrationslandesrat Erich Schwärzler: Vorgangsweise des Fitnessstudios "nicht zu akzeptieren".
Integrationslandesrat Erich Schwärzler: Vorgangsweise des Fitnessstudios "nicht zu akzeptieren". ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Bregenz, Götzis - Jetzt beschäftigt sich auch die Landespolitik mit dem Fall des Götzner Fitnessstudios, das einen Mann wegen seiner türkischen Herkunft nicht als Mitglied akzeptieren wollte.
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Integrationslandesrat Erich Schwärzler hält das Vorgehen des Studios für inakzeptabel und kündigt ein Gespräch mit der Besitzerin an. Die Grünen fordern eine regionale Beratungsstelle, die SPÖ greift Wirtschaftskammerpräsident Rein an.

Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand sei die Vorgangsweise der Fitnessstudiobesitzerin “nicht zu akzeptieren”, gibt Schwärzler zu Protokoll. Er werde das Gespräch mit der Dame suchen, um die Angelegenheit auszudiskutieren. Dem Vorschlag der Grünen, eine regionale Beratungsstelle der Gleichbehandlungsanwaltschaft einzurichten, kann er hingegen nicht viel abgewinnen. Es sei nicht sinnvoll, wegen jedem Vorfall gleich eine regionale Stelle zu eröffnen.

Aydin: “Unfassbar”

Zuvor hatte sich schon die Integrationssprecherin der Vorarlberger Grünen, Vahide Aydin, zu Wort gemeldet: “Unfassbar” seien die Geschehnisse in Götzis. Solche Diskriminierungen passierten in Vorarlberg allerdings täglich – nur wüsste die Betroffenen zumeist nicht, wohin sie sich wenden können: “Das könnte mit einer regionalen Beratungsstelle der Vergangenheit angehören!” Von der Regierung erwartet sie sich vor allem Aufklärungsarbeit: „Es kann doch nicht sein, dass wir auf der Parlamentarischen Ebene ein Integrationsleitbild einstimmig beschließen und auf der anderen Seite Menschen wegen der Herkunft ihrer Vorfahren immer noch diskriminiert werden!“

SPÖ: “Unglaublich und inakzeptabel”

Gabi Sprickler-Falschlunger, SPÖ-Integrationssprecherin, nennt Diskriminierung “nicht nur rechtswidrig, sondern in höchstem Maße unanständig”. Der Ausschluss des jungen Mannes sei “unglaublich und inakzeptabel”. Vom Wirtschaftskammerpräsident fordert sie eine klare Distanzierung: “Manfred Rein soll klarstellen, ob er derartige schwarze Schafe in der Wirtschaftskammer duldet.” Aber auch Integrationslandesrat Schwärzler müsse in der Causa aktiv werden, denn Vorfälle wie dieser seien in höchstem Maße integrationsfeindlich.

Die Freiheitliche Partei war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (MST)

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