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"Nicht alles schlecht machen!"

Österreich ist in der Qualifikation für die WM 2006 zum "Nachlaufen" verurteilt. Nach der Niederlage gegen Polen ist für das ÖFB-Team beim Mittwoch-Spiel in Nordirland Schadensbegrenzung angesagt. 

„Wir werden in Belfast auf Sieg spielen und die Mannschaft glaubt daran. Das hat die Reaktion nach dem Schlusspfiff gezeigt”, meinte Teamchef Hans Krankl Sonntagmittag bei der Nachbetrachtung. Statt dem eingeplanten Punkt in Belfast stehen nun drei Punkte auf dem Programm. Krankl glaubt daran, einen Knacks befürchtet er nicht. „Wir haben das Selbstvertrauen nicht verloren. Die Mannschaft ist nicht demoralisiert, aber sehr enttäuscht, weil sie an den Sieg geglaubt hat. Es wird zwar riesig schwer, doch wenn wir in Nordirland gewinnen, dann war der Herbst immer noch o.k.”, gab sich der Ex-Goalgetter kämpferisch.

„Es war ein atemberaubendes Match gegen einen sehr guten Gegner. Das Tempo hatte absolut internationales Niveau und ein Unentschieden hätten wir uns verdient gehabt, im Gegenteil, bei 1:1 gab es durch Standfest die Chance zum Siegestor. Aber leider wurden wir extrem bestraft. Wir bewegen uns in der WM-Qualifikation in Sphären, die einem höheren Niveau als jenem in Österreich oder im UEFA-Cup entsprechen”, so Krankl.

Der Teamchef, der mit Mario Haas, Rene Aufhauser, Ivica Vastic und Andreas Ivanschitz wegen Verletzungen gleich vier Sorgenkinder für die Partie in Belfast hat, sah eine „sehr gute erste Halbzeit und eine ordentliche zweite. Wichtig ist der Gesamtzustand der Mannschaft und der ist absolut in Ordnung.”

Markus Schopp schlug in dieselbe Kerbe: „Man darf jetzt nicht wieder alles schlecht machen. Wir waren gleichwertig, teilweise sogar leicht überlegen, aber auf dieser Ebene geben Kleinigkeiten den Ausschlag. Wichtig ist, dass wir Charakter zeigen und versuchen am Mittwoch die verlorenen Punkte zurückzuholen.” Die richtige Reaktion erwartet nun Martin Stranzl. Schnell könne man wieder voll im Geschäft sein, wenn am Mittwoch die richtige Antwort folgt. „Verloren ist noch gar nichts. In Nordirland müssen wir jetzt drei Punkte machen, sonst wären wir schon mit einem zufrieden gewesen. Dann wären wir noch ganz gut dabei. Wenn nicht, dann ist es ein schlechtes Jahr, auch wenn wir gut begonnen habe. Nordirland wird zeigen, wie geschlossen die Mannschaft schon ist. Wenn wir so eine Niederlage nicht wegstecken können, haben wir bei der WM nichts verloren. Aber ich bin positiv eingestellt.”

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